10.03.2010
 CAPITAL-SERIE Abgeltungsteuer

Wie lästig wird die Abgeltungsteuer wirklich? Wie steht es mit Renditechancen und Sicherheit? Was muss für meine Vermögensbildung beachtet werden? Ist eine Umschichtung meines Geldes erforderlich? Was kommt auf mich tatsächlich zu?
Capital.de gibt in dieser Serie mit unterschiedlichen Artikeln zur Abgeltungsteuer einen umfassenden Überblick.


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Bei Aktienanleihen lohnt ein Verkauf kurz vor Fälligkeit - sonst schnappt der Fiskus zu.
Bei Aktienanleihen lohnt ein Verkauf kurz vor Fälligkeit - sonst schnappt der Fiskus zu.
Foto: Getty

Teure Umwege

Abgeltungssteuer macht es unfreiwilligen Aktionären schwer

von Robert Kracht

Über Anleihen, Zertifikate oder Kapitalmaßnahmen werden Investoren oft indirekt zu Aktionären. Die steuerlichen Folgen sind höchst komplex - sogar der Bestandsschutz kann wegfallen. Wir sagen, worauf Anleger achten müssen.

Neben dem Aktienkauf über die Börse gibt es noch andere Möglichkeiten, Aktionär zu werden. Denn oft wandern Aktien über Anleihen, Zertifikate oder Kapitalmaßnahmen des Unternehmens ins Depot. Ob und wann Steuern anfallen, ist unterschiedlich. Vor 2009 war das nicht so relevant, da Maßnahmen nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist meist steuerlich keine Rolle spielten. Mit Einführung der Abgeltungssteuer 2009 hat sich das geändert: Nun ist es viel komplizierter, und mitunter droht sogar der Verlust des Bestandsschutzes für Altaktien.

Besser ein schnelles Ende

Tauschverzicht. Eine Aktienanleihe im Nennwert von 10.000 Euro wird im April 2010 fällig. Es droht die Lieferung von Aktien im Wert von 7500 Euro. Der ledige Anleger mit sonstigen Zinseinnahmen von 5000 Euro kann die Anleihe schnell verkaufen (A) oder den Umtausch abwarten (B). Bei der Variante A spart er 625 Euro Steuern.

Alternative

A

B

Zinsen

5.000 €

5.000 €

Kursverlust

– 2500 €

Sparerpauschbetrag

– 801 €

– 801 €

Kapitaleinkünfte

1.699 €

4.199 €

Steuer (25 %)

425 €

1.050 €

Quelle: eigene Berechnung

 1. Aktientausch

 2. Umwandlung

 3. Aktiensplit

 4. Anleihen

 5. Zertifikate

 6. Stock-Aktien

 7. Gratisaktien


Was die Leser sagen

H.Hoor
20.04.2010 | 18:58
Aktientausch Schering Plough zu Merck

seit Jahren bin (war) ich Besitzer von Schering Plough bis Nov. 2009. Dann wurden die Aktien, ohne Information umgestauscht in Merck-Aktien mit Kapitalausgleich. Dieser Kapitalausgleich wurde mit 30% ausl. Kapitalertragssteuer plus 15% deutscher Kapitalertragssteuer belastet. Es wurde zwischenzeitlich "storniert" neu gebucht und dieses Spiel erfolgte 4mal. Auf meine Reklamation ging die Sparda Bank West überhaupt nicht ein.
Ich meine, da Altbesitzer, dürfte keine 30% aul. KESt. plus 15% deutsche KESt. anfallen. Auch hätte die Bank mich über den Tausch informieren müssen. Dann hätte ich die Schering Plough ja verkaufen können und hätte Netto mehr gehabt.

(Kommentare 1-1 von 1)

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