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23.01.2013
Anziehend: das malerische Davos
Anziehend: das malerische Davos
Foto: shutterstock
Investor-Artikel

World Economic Forum

Dynamik in Davos

Von heute an ist das malerische Davos wieder ein paar Tage lang der Nabel der Welt: Neben Spitzenmanagern haben sich jede Menge Top-Politiker zum World Economic Forum angemeldet. Es geht diesmal um Dynamik und Widerstand.

Nach dem bislang gefährlichsten Jahr der Euro-Schuldenkrise soll es beim traditionellen Treffen der Mächtigen und Einflussreichen in Davos diesmal um Ideen für neues Wachstum gehen. Zugleich stellt das Weltwirtschaftsforum (WEF), das heute mit rund 2500 führenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft startete, die Stärkung der Abwehrkräfte gegen neue Krisenschübe in den Mittelpunkt.

Die 43. WEF-Jahrestagung, die bis Sonntag läuft, steht unter dem Motto "Widerstandsfähige Dynamik". Künftiges Wachstum brauche Dynamik und zugleich sei eine größere Widerstandskraft erforderlich, um plötzliche wirtschaftliche wie klimabedingten Schocks überstehen zu können, erklärte WEF-Chef Klaus Schwab das Motto. Er rief zur Überwindung von Krisenstimmungen und zu mehr Optimismus auf.

Der gebürtige Ravensburger gründete das Forum 1971, vor allem in den Neunzigern und ersten Jahre des neuen Jahrhunderts erhielt das WEF einen ernormen Popularitätsschub. Dem Forum gehören 1000 der weltgrößten Unternehmen sowie 200 kleinere als Mitglieder oder Partner an. Der Jahresbeitrag liegt - je nach Größe der Firma und Umfang der Beteiligung - zwischen 50 000 und 500 000 Franken. Das als Nonprofit-Unternehmen angelegte WEF hat seinen Hauptsitz in Cologny am Genfer See und beschäftigt weltweit rund 500 Mitarbeiter.

Fast 50 Staats- und Regierungschefs sind diesmal dabei

Das Jahrestreffen in Davos ist deren bekannteste Aktivität, aber längst nicht die einzige. Zum WEF-Jahresreigen gehört das Treffen der "New Champions" in China. Auch zu diesem "Davos für Schwellenländer" reisen Entscheidungsträger aus etlichen Staaten an. Hinzu kommen spezielle Treffen für Südamerika, Ostasien und Indien, den Nahen Osten, Eurasien sowie Afrika.

Fast 50 Staats- und Regierungschefs haben sich diesmal in den Schweizer Berger angesagt. Unter ihnen sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und Großbritanniens Premierminister David Cameron, der am Morgen mit seinen Plänen eines EU-Referendums den Davoser Euro-Debatten zusätzliche Würze verlieh. Merkel und Cameron gehören, wie die Regierungschefs Russlands, Dmitri Medwedew, und Italiens, Mario Monti, zu den Hauptrednern. Der Russe rief zum Auftakt des Forums ausländische Investoren zu einem erheblich größeren Engagement in seinem Land auf. "Wir streben ein jährliches Wirtschaftswachstum von mindestens fünf Prozent an, und dafür brauchen wir große ausländische Investitionen", sagte Medwedew am Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion zu Chancen und Risiken der russischen Wirtschaft.

Zu den prominenten Diskutanten zählen auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, und der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi. Aus Berlin werden neben Merkel zahlreiche Kabinettsmitglieder erwartet: Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), Außenminister Guido Westerwelle (FDP), Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP), Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Ein Wermutstropfen für Veranstalter Schwab: Ausgerechnet die Supermächte USA und China werden diesmal nicht so hochrangig vertreten sein wie sonst. Schwab verwies dazu auf die gerade beginnende zweite Amtszeit von US-Präsident Barack Obama sowie den Regierungswechsel in China. Auch Frankreich Präsident François Hollande, mit dem französischen Militäreinsatz in Mali schwer beschäftigt, verzichtet auf einen Abstecher nach Davos.

Zwei Jahre nach dem Arabischen Frühling nehmen auch zahlreiche der neuen arabischen Spitzenpolitiker am WEF teil. Unter ihnen sind Regierungschefs und Präsidenten aus Tunesien, Libyen, Ägypten und Marokko. Auch der israelische Präsident Shimon Peres und der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajad haben sich angesagt.


Quelle: dpa
© 2013 capital.de

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Quelle: FMH-Finanzberatung
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