Zwei Beispiele, zweimal die gleiche Masche der bewußten Medienmanipulation und Hetze gegen Lafontaine:
1. Der Ausschnitt zur angeblichen Lafontaine-"Forderung der Schaeffler-Enteignung" beginnt hier mit:
"Ich lese, daß die Familie Schaeffler Conti kauft".
Sein unmittelbar davor gesagter Satz wird bewußt verschwiegen, da die folgenden Aussagen sonst natürlich nicht mehr so gut zum Lafontaine-Bashing taugen würden:
"Ich will ihnen das provozierend sagen: Ich lese, ..." (ab ca: 37:40 im Originalinterview)
2. Am Seitenanfang schreiben Sie:
"Während Altkanzler Schmidt Lafontaines rhetorische Fähigkeiten mit denen Adolf Hitlers vergleich"
Hierbei beziehen wird anscheinend auf das in in großen Teilen der dt. Presselandschaft "passende" Zitat:
"Auch Adolf Nazi war ein charismatischer Redner. Oskar Lafontaine ist es auch."
Auch diesmal läßt man den unmittelbar davor stehenden Satz:
"Wir sehen jetzt in Amerika, wie ein junger Mann, Barack Obama, allein mit Charisma zu einer nationalen Figur wird. Dabei darf man nicht vergessen, dass Charisma für sich genommen noch keinen guten Politiker ausmacht. Auch ..."
weg, denn dann würde der Leser ja erkennen, daß Schmidt hier keinen Hitler-Lafontaine-Vergleich anstellt, sondern zum Thema Charisma in der Politik spricht (als weitere Charismatiker bezeichnet er übrigens Willy Brandt und Franz Josef Strauß).
Bei Beckmann sagte Schmidt übrigens bezogen auf seinen angeblich geäußerten Vergleich:
"Ich halte den Vergleich von heute Lebenden mit Adolf Hitler für dummes Zeug".
Das Video zeigt einen Ausschnitt aus der Diskussion auf dem Capital Automobil Gipfel 2008 in Berlin. Sehen sie
hier das gesamte Gespräch mit Oskar Lafontaine und Capital-Chefredakteur Dr. Klaus Schweinsberg.
Konkret nannte der Vorsitzende der Linkspartei bei einer
Diskussion auf dem Capital Automobil Gipfel in Berlin die Schaeffler-Gruppe und forderte die Enteignung der Eigentümer Maria-Elisabeth Schaeffler und ihres Sohnes Georg, wie Capital online heute berichtet.
Der fränkische Automobilzulieferer hat Ende August den Dax-Konzern Continental übernommen. Lafontaine sagte weiter, "kein Mensch" könne "in seinem Leben zehn Milliarden Euro auf verfassungsgemäße Weise anhäufen". Auf diesen Betrag bezifferte der Chef der Linkspartei das Vermögen der Schaeffler-Eigentümer.
Vielmehr sei deren Reichtum "das Ergebnis einer fortdauernden Enteignung der Belegschaft und deren großen Beitrag zur Produktivität und Wertschöpfung". Insofern fordere er bei Lichte betrachtet nur die "Rückübereignung an die rechtmäßigen Eigentümer, nämlich an die Belegschaft."
© 2008 capital.de
Was die Leser sagen
Zwei Beispiele, zweimal die gleiche Masche der bewußten Medienmanipulation und Hetze gegen Lafontaine:
1. Der Ausschnitt zur angeblichen Lafontaine-"Forderung der Schaeffler-Enteignung" beginnt hier mit:
"Ich lese, daß die Familie Schaeffler Conti kauft".
Sein unmittelbar davor gesagter Satz wird bewußt verschwiegen, da die folgenden Aussagen sonst natürlich nicht mehr so gut zum Lafontaine-Bashing taugen würden:
"Ich will ihnen das provozierend sagen: Ich lese, ..." (ab ca: 37:40 im Originalinterview)
2. Am Seitenanfang schreiben Sie:
"Während Altkanzler Schmidt Lafontaines rhetorische Fähigkeiten mit denen Adolf Hitlers vergleich"
Hierbei beziehen wird anscheinend auf das in in großen Teilen der dt. Presselandschaft "passende" Zitat:
"Auch Adolf Nazi war ein charismatischer Redner. Oskar Lafontaine ist es auch."
Auch diesmal läßt man den unmittelbar davor stehenden Satz:
"Wir sehen jetzt in Amerika, wie ein junger Mann, Barack Obama, allein mit Charisma zu einer nationalen Figur wird. Dabei darf man nicht vergessen, dass Charisma für sich genommen noch keinen guten Politiker ausmacht. Auch ..."
weg, denn dann würde der Leser ja erkennen, daß Schmidt hier keinen Hitler-Lafontaine-Vergleich anstellt, sondern zum Thema Charisma in der Politik spricht (als weitere Charismatiker bezeichnet er übrigens Willy Brandt und Franz Josef Strauß).
Bei Beckmann sagte Schmidt übrigens bezogen auf seinen angeblich geäußerten Vergleich:
"Ich halte den Vergleich von heute Lebenden mit Adolf Hitler für dummes Zeug".
an alle, die in Lafontaine einen Populisten sehen:
schaut euch bitte, bitte einfach die Quelle an, also das Interview. Was den damaligen braunen Medien die Juden, sind den heutigen Medien Lafontaine.
Lafontaine hat keine Enteignung gefordert, sondern von Mitarbeiter-Beteiligung gesprochen. Auch wenn ich die 50% nicht teile, halte ich die Idee für legitim. Die ersten 1000 Mitarbeiter von Mircosoft sind durch Beteiligungen am Unternehmen Millionäre geworden. Ist das so schlecht. Richtig schlimm finde ich, wie Capital mit dieser Überschrift manipuliert. Und noch viel schlimmer, dass andere Mainstream-Medien wie SPON dieses weitertragen, offenkundig ohne sich das Interview anzusehen. Das hat mit seriösem Journalismus nichts zu tun.
Herr Lafontaine vergisst, dass am Anfang der Unternehmer steht, der bereit ist, ueber Jahre hinaus sein Privateigentum zu riskieren, ohne Lohn bis zu 18 Stunden am Tag zu arbeiten, waehrend der Arbeitnehmer risikolos seinen Lohn/ Gehalt bezieht.
Ehrlich gesagt halte ich die von ihnen dargebotene Gesprächsführung für eine ziemliche Zumutung, die an Arroganz, Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit kaum zu überbieten ist. Aus der wohl beabsichtigten Bloßstellung Oskar Lafontains ist die Bloßstellung Klaus Schweinsbergs getreten. Gratulation!
Ich weiß nicht, auf welchem Ohr Ihr Chefredakteur blind ist - aber ICH kann in dem gesamten Gespräch KEINE Forderung der Enteignung der Familie Scheffler finden. Was SIE hier treiben, grenzt an Volksverdummung. Und ICH frage mich jetzt auch nicht länger , warum die "Capital" mit Sonderaktionen beworben wird wie Sauer Bier ...
- (Kommentare 1-7 von 21)






