In seiner aktuellen Panelstudie stellt der Deutsche Führungskräfteverband (ULA) die Steuerpolitik der Großen Koalition auf den Prüfstand. Das Urteil über das geltende Steuerrecht fällt eindeutig negativ aus. 88 Prozent der Teilnehmer kritisieren ihre Besteuerung als zu hoch.
Die Freigiebigkeit der Bundesregierung bei der Verteilung staatlicher Subventionen und die mangelnde Bereitschaft, diese auf den Prüfstand zu stellen, beanstanden 73 Prozent der Befragten. Mangelnde Transparenz attestieren 79 Prozent.
Entsprechend eindeutig antworten die Teilnehmer auf die Frage, welche Stoßrichtung zukünftige Steuerreformen haben müssten. Wenn Sie zwischen Vereinfachung der Steuergesetzgebung oder Steuersenkungen wählen könnten, würden 75 Prozent der Vereinfachung den Vorrang einräumen. Dazu Ludger Ramme, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes: "Führungskräfte empfinden ihre Steuer- und Abgabenlast sicherlich zu Recht als hoch. Wichtiger als Steuersenkungen ist ihnen aber ein einfacheres und gerechteres Steuersystem. Davon hätten alle etwas."
Darüber hinaus sprechen sich 90 Prozent der Befragten für eine Anpassung der Steuersätze an die Inflationsrate aus – alles andere würde einer versteckten Steuererhöhung gleichkommen. Ein Thema, das gerade in den letzten Monaten aktueller denn je war. Wie Capital-Online am 15. Oktober meldete, erreichte die Inflationsrate im Juni und Juli mit 3,5 Prozent den höchsten Stand seit 15 Jahren.
Der Deutsche Führungskräfteverband vertritt die gemeinsamen Interessen von mehr als 50.000 Entscheidern aus den verschiedensten Bereichen der deutschen Wirtschaft. In regelmäßigen Abständen befragt der Verband seine Mitglieder zu aktuellen Themen seiner Agenda.
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