06.03.2009
Seit Beginn der Rezession gingen inzwischen 4,4 Millionen Jobs verloren.
Seit Beginn der Rezession gingen inzwischen 4,4 Millionen Jobs verloren.
Foto: capital.de

USA

Dramatischer Anstieg der US-Arbeitslosigkeit auf 8,1 Prozent

Die Wirtschaftskrise in den USA schlägt mit voller Wucht auf den Arbeitsmarkt durch: Die Arbeitslosigkeit stieg im Februar auf 8,1 Prozent. Das ist die höchste Arbeitslosenquote in den USA seit 25 Jahren.

Im Februar wurden insgesamt 651.000 Jobs gestrichen, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Bereits im Januar waren knapp 600.000 Arbeitsplätze verlorengegangen. Die US-Firmen haben in den vergangenen vier Monaten nach Angaben des Ministeriums insgesamt 2,6 Millionen Jobs gestrichen. Seit Beginn der Rezession in den USA im Dezember 2007 gingen 3,6 Millionen Arbeitsplätze verloren. "Wir sind fast schon in einem Stadium der Panik", sagte der Wirtschaftsexperte Ethan Harris von dem Finanzinstitut Barclays Capital.

Die Märkte reagierten trotzdem erfreut: Der Dax kletterte um 25 Zähler auf 3735 Punkte. Der Bund-Future gab leicht nach, der Juni-Kontrakt notierte bei 125,1 Zähler, 20 Stellen unter dem Tageshoch. Marktteilnehmer erklärten sich die Reaktion damit, dass Investoren noch mit schlechteren Arbeitsmarktzahlen gerechnet hatten. Anders dagegen die Einschätzung auf dem Devisenmarkt: Der Euro wertete um 0,3 Prozent auf und kostete 1,2708 Dollar.

Der Abschwung der Weltwirtschaft verleitet Unternehmen wie den Autohersteller General Motors (GM), den Einzelhändler Sears und das Wall-Street-Haus JP Morgan dazu, Tausende von Stellen abzubauen. Die Vereinigten Staaten befinden sich seit Dezember 2007 in der Rezession. Im dritten Quartal schrumpfte das BIP auf das Jahr hochgerechnet um 0,5 Prozent, im vierten Quartal lag das Minus sogar bei 6,2 Prozent.

Seit Beginn der Rezession gingen inzwischen 4,4 Millionen Jobs verloren. "Die Unternehmen reduzieren ihre Belegschaft, um sich der taumelnden Weltwirtschaft anzupassen", sagte Ethan Harris.


© 2009 capital.de

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Quelle: FMH-Finanzberatung
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