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25.01.2012
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Der britische Politiker Robert Skidelsky
Der britische Politiker Robert Skidelsky
Investor-Artikel

Top-Ökonom Robert Skidelsky

Sparen macht die Krise schlimmer

von Robert Skidelsky

Überall in Europa hemmen Sparprogramme das Wachstum. Dabei sind Schulden nicht unbedingt eine schlechte Sache. Doch die Angst davor ist in der menschlichen Natur tief verwurzelt.

Robert Skidelsky ist Mitglied des britischen Oberhauses und Professor emeritus für politische Ökonomie an der Warwick University.

Europa wird derzeit von einem Schuldengespenst heimgesucht. Alle europäischen Regierungen zittern davor. Um den Dämon auszutreiben, unterziehen sie ihre Volkswirtschaften einer Rosskur.

Zu helfen scheint das nicht. Ihre Volkswirtschaften trudeln noch immer, die Schulden wachsen weiter. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat gerade die Kreditwürdigkeit von neun Euro-Ländern heruntergestuft, darunter auch Frankreich. Großbritannien dürfte folgen.

Wer nicht von Torheit verblendet ist, für den ist die Erklärung für diese massenhafte Herabstufung offensichtlich. Wenn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) vorsätzlich geschrumpft wird, steigt zwangsläufig die Verschuldungsquote. Die einzige Möglichkeit, die Schulden zu senken (außer durch Zahlungseinstellung), ist Wirtschaftswachstum.

Die Angst vor Schulden ist in der menschlichen Natur verwurzelt; daher sieht der Durchschnittsbürger Schuldenabbau als richtiges politisches Ziel an. Jeder weiß, was Schulden bedeuten: Zahlungsverpflichtungen, häufig in Kreditform. Schulden können Ängste erzeugen, wenn man nicht weiß, ob man, wenn es soweit ist, das Geschuldete zurückzahlen kann.

Diese Ängste werden bereitwillig auf die Staatsverschuldung übertragen - das Geld, was eine Regierung ihren Gläubigern schuldet. Wie, so fragen sich die Menschen, wollen die Regierungen all jene hunderte von Milliarden an Schulden zurückzahlen? Der britische Premierminister David Cameron hat es so formuliert: "Staatliche Schulden sind dasselbe wie Kreditkartenschulden; man muss sie zurückzahlen."

Hieraus folgt als unmittelbar nächster Schritt: Um die staatlichen Schulden zurückzuzahlen oder zumindest zu reduzieren, muss die Regierung ihr Haushaltsdefizit beseitigen, denn die über die staatlichen Einnahmen hinaus getätigten Ausgaben erhöhen kontinuierlich die Staatsverschuldung. Und wenn die Regierung nichts unternimmt, wird die Staatsverschuldung - wie es heute so schön heißt - "unhaltbar".


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Festgeld (12 Monate)1,79%0,75-3,15%
Sparbriefe (4 Jahre)1,88%0,60-3,40%
Girokonto (Dispo)11,22%5,50-14,17%
Ratenkredite (36 Monate)6,78%4,44-11,35%
Quelle: FMH-Finanzberatung
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 Quelle: vwd netsolutions GmbH
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