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24.05.2011
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Die EZB in Frankfurt
Die EZB in Frankfurt
Foto: reuters

Schuldenkrise

Der "Spiegel"-Bericht, die EZB und ihr Schweigen

von Wolfgang Proissl, Mareike Scheffer

Das Nachrichtenmagazin bringt die Geschichte vom möglichen Verlustrisiko bei der Zentralbank in Höhe mehrerer Hundert Mrd. Euro. Die Bundesbank soll zu einem guten Viertel mit drinhängen. Doch statt des erwarteten Dementis heißt es bei der EZB: "Kein Kommentar."

Die Europäische Zentralbank (EZB) schweigt zu dem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" über mögliche Bilanzrisiken in Milliardenhöhe. Das Blatt hatte am Montag ohne Angabe von Quellen berichtet, verschiedene Zentralbanken der Euro-Zone hätten Geschäftsbanken Kredite gegen höchst zweifelhafte Sicherheiten gewährt. Als Folge drohten den Notenbanken und der EZB potenzielle Risiken im hohen Milliardenvolumen. Bei der Euro-Notenbank hieß es dazu auf Anfrage lediglich: "Kein Kommentar."

Der Bericht könnte das Vertrauen der Bevölkerung in den Euro und das solide Wirtschaften der EZB und der nationalen Notenbanken weiter untergraben. Insbesondere in Deutschland ist dieses Vertrauen angeschlagen, seit die EZB vor einem Jahr zur Stabilisierung Griechenlands und anderer Euro-Krisenstaaten erstmals Staatsanleihen der betroffenen Regierungen aufkaufte und so nach deutschem Verständnis ein Tabu brach.

Chefökonomen europäischer Banken zeigten sich am Montag nicht überrascht. "In einer systemischen Bankenkrise, die wir seit fast fünf Jahren erleben, sind die Sicherheiten, die eine Zentralbank gegen die Bereitstellung von Liquidität entgegennimmt, gefährdeter als zu normalen Zeiten", sagte Ulrich Kater von der Dekabank. "Damit ist die Bilanz auch einer Notenbank riskanter aufgestellt als zu normalen Zeiten."


Was die Leser sagen

Argusauge
25.05.2011 | 18:29
Die Zeichen...

Wenn die EZB Ramschpapiere von Krisenstaaten gegen Geld eintauscht, so ist das eine Kreditvergabe ohne jegliche Sicher-
heiten. Wie sollen da die Bürger noch an solides Wirtschaften auch
der anderen Notenbanken glauben? Gerade im Geldgewerbe ist das Ver
trauen in korrektes Handeln A+O. Die EZB und die anderen Notenbanken haben dieses gründlich verspielt!

AstrologinPalmer
25.05.2011 | 09:58
Die Zeichen mehren sich...

Daß der unvermeidbare Finanz- und anschließende Wirtschaftscrash nicht mehr allzulange auf sich warten lassen. Was uns hier von unverantwortlichen Politikern zugefügt wird, entspricht einer Vernichtung unseres Geldvermögens und unseres hart erarbeiteten Wohlstands.
Es gibt nur einen Ausweg: Jetzt sofort in Sachwerte investieren (in Aktien erst nach dem Crash!!!). Physisches Gold, Silber, gute Immobilien etc. Kaufen Sie Ihr nächstes Auto so groß, daß Sie darin wohnen können: "US-Squatter-Lifestyle".

(Kommentare 1-2 von 2)

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Quelle: FMH-Finanzberatung
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