16.07.2010
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Ein Hauptkritikpunkt an Obamas Reform: Viele Details sind weiter offen
Ein Hauptkritikpunkt an Obamas Reform: Viele Details sind weiter offen
Foto: Getty

Lehren aus der Krise

So löchrig ist die US-Finanzmarktreform

von Christine Mai

Nie wieder soll die Wall Street die Amerikaner in Geiselhaft nehmen. Das verspricht der US-Präsident. Ob die neuen Gesetze das auch halten? Die Skepsis ist groß. Ein Blick auf die Lücken.



"Das Amerikanische Volk wird nie wieder aufgefordert werden, die Rechnung für die Fehler der Wall Street zu zahlen." Mit diesen Worten drückte US-Präsident Barack Obama am Donnerstag die Hoffnung vieler aus: dass die radikalste Finanzmarktreform seit den 1930er-Jahren eine Wiederholung der extremen Turbulenzen der vergangenen Jahre verhindert.

Das Gesetzespaket, das Obama wahrscheinlich Ende kommender Woche unterschreiben wird, berührt praktische jede Aktivität von Banken und bringt auch anderen Finanzunternehmen neue Regeln. Unter anderem untersagt die Reform Geldhäusern Geschäfte auf eigene Rechnung, schränkt ihre Investitionen in Hedge-Fonds ein, schafft Regeln zur Abwicklung systemisch wichtiger Institute und eine neue Verbraucherschutzbehörde.

Dennoch bleiben viele Beobachter skeptisch. Das Gesetzespaket weise Lücken auf, kritisieren Analysten des Researchhauses Creditsights. "An verschiedenen Stellen wird der Kern des Problems, das sich auf dem Höhepunkt der Krise Ende 2008 und Anfang 2009 zeigte, nicht angegangen", schreiben sie und fügen hinzu: "Viele wichtige Fragen sind noch offen für Interpretationen durch die Regulierer und weitere Studien, was die Unsicherheit für die Branche erhöht und die Auswirkungen der Gesetze im Unklaren lässt." Wir geben einen Überblick über Lücken in der Finanzmarktreform und ungeklärte Fragen.

 PreiDefinitionen und Einzelheiten müssen noch ausgearbeitet werden

 

 Die Macht liegt bei den Regulierern

 

 Der Umgang mit Risiken wird nicht angegangen

 

 Das Schattenbankensystem bleibt größtenteils unangetastet


Was die Leser sagen

rs-depot.de
16.07.2010 | 17:12
Finanzmarktregulierung USA vs. Deutschland

Das ist zumindest der Anfang einer Reaktion auf die Finanzkrise. Es wird zwar auch weiterhin Wirtschaftskrisen geben, das ist nunmal der Preis des Marktes, der alternativlos ist, aber zumindest kann man mit den beschlossenen Maßnahmen künftige Auswüchse ggf. besser erkennen.
Das wichtigste aber sind höhere Mindeskapitalanforderungen an die Banken, das muss noch folgen. Erst dadurch wird der Anreiz zu riskanten Geschäften durch die Banken relativiert.
In Deutschland / Europa bleibt noch einiges nachzuholen, der Verbot von ungedeckten Leerverkäufen in Deutschland zeigt im Vergleich nur den blinden inhaltsleeren Aktionismus bei uns.

(Kommentare 1-1 von 1)

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Quelle: FMH-Finanzberatung
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 Quelle: vwd netsolutions GmbH
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