10.11.2008

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Hilfspaket

Börsen feiern chinesisches Konjunkturpaket

Das fast 600 Milliarden Dollar schwere chinesische Konjunkturpaket hat am Montag zu einem Höhenflug an den asiatischen Börsen geführt. Mit dem Paket will Peking die Binnenkonjunktur stärken.

Der Nikkei-Index kletterte in Tokio über die wichtige Marke von 9000 Punkten. Zum Handelsschluss notierte das Barometer für 225 führende Werte ein kräftiges Plus von 498,43 Punkten oder 5,80 Prozent bei 9081,43 Punkten. In Hongkong stieg der Hang-Seng-Index um 3,5 Prozent auf 14 744,63 Punkte.

An der Börse in Shanghai schoss der Leitindex rund sieben Prozent ins Plus. Händler verwiesen als Grund für die deutlichen Zuwächse auf das chinesische Konjunkturpaket, das neues Vertrauen schaffe. Zudem habe es positive Vorgaben von anderen Börsen gegeben. Auch der deutsche Leitindex Dax startete stark: Er stand am Morgen mit kräftigen 3,5 Prozent im Plus bei 5110 Punkten.

Die chinesische Regierung hatte zuvor das gewaltige Konjunkturpaket zur Ankurbelung der Wirtschaft angekündigt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua bekannt gab, umfasst das Paket eine Größenordnung von rund 570 Milliarden US-Dollar (rund 448 Milliarden Euro) für zwei Jahre. Damit soll die Binnenkonjunktur gestärkt werden, um zurückgehende Exporte auszugleichen. Bei dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs sowie anderer Vertreter der Gruppe der 20 (G20) in São Paulo am Wochenende wurde Chinas Konjunkturspritze begrüßt. Die exportstärksten Länder hoffen auf positive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Mit den Mitteln sollen in den beiden kommenden Jahren Programme in zehn Hauptbereichen finanziert werden. Darunter sind der Wohnungsbau für untere Einkommensschichten, die Infrastruktur im ländlichen Raum, Projekte der Wasser- und Elektrizitätswirtschaft, das Transportwesen, im Bereich von Umweltschutz und technische Innovationen. Laut Xinhua will China die Bedingungen für die Kreditvergabe lockern. Auch seien Steuererleichterungen geplant.


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Was die Leser sagen

Daniel Schneider
11.11.2008 | 11:17
Börsen auf dem Rückzug, weitere Staatshilfen gefordert

Zunächst eröffneten die US-Börsen mit Kursgewinnen. Das angekündigte chinesische Konjunkturpaket hatte für Phantasie gesorgt. Im weiteren Verlauf rückten jedoch wieder die Probleme im Zusammenhang mit der Finanzkrise und die Ängste vor einer weltweiten Rezession in den Fokus. Belastend hatten sich auch die drastischen Verluste bei der Aktie von General Motors und ein möglicher Quartalsverlust bei Goldman Sachs ausgewirkt. Anteilsscheine von AIG kletterten um 8% nachdem bekannt wurde, dass die US-Notenbank das Hilfspaket für den Konzern von bisher 123 Mrd. $ auf 150 Mrd. $ ausweiten wird.
Erstaunlich ist auch die kurzfristige Rohstoffhausse, die das chinesiche Rettungspaket ausgelöst hat.
Rohstofffonds, die gut gestreut in Rohstoffwerte investieren, stiegen teilweise zweistellig.
Hier noch mehr interessantes:
http://www.sharewise.com/news_articles/1992-Dax-Dow-Handel
Gruß Daniel

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Quelle: FMH-Finanzberatung
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