09.03.2010
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Papandreou mahnte, finanzielle Instabilität in Griechenland und Europa sei auch eine Gefahr für die USA.
Papandreou mahnte, finanzielle Instabilität in Griechenland und Europa sei auch eine Gefahr für die USA.
Foto: AFP

Hedge-Fonds

Griechenland drängt USA zu stärkerer Kontrolle

Die drohende Staatspleite Griechenlands muss nach Meinung von Ministerpräsident Papandreou auch den US-Präsident beunruhigen: Spekulanten müssten gezähmt werden. Das sehen auch Kanzlerin Merkel und Nicolas Sarkozy so.

Griechenland hat die USA zu einer stärkeren Regulierung von Hedge-Fonds aufgerufen, die die Regierung in Athen für ihre Probleme auf den Finanzmärkten mitverantwortlich macht. Ministerpräsident Giorgos Papandreou mahnte vor seinem Treffen am Dienstag mit US-Präsident Barack Obama, die finanziellen Schwierigkeiten seines Landes seien ein Problem, das die USA nicht ignorieren könne.

Es gehe ihm aber nicht um Finanzhilfen, betonte Papandreou. Griechenland wolle vor allem sehen, dass die USA Hedge-Fonds und Währungshändler stärker kontrollierten. Papandreou kam im Oktober vergangen Jahres an die Macht und musste dann einräumen, dass das Haushaltsdefizit seines Landes viel größer ist als bislang bekannt. Es lag 2009 bei 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Finanzminister Giorgos Papaconstantinou sagte der Nachrichtenagentur AP, der Ministerpräsident habe versucht deutlich zu machen, wie die Hedge-Fonds die Krise seines Landes verschlimmert hätten. Die Fonds wetteten darauf, dass Griechenland seine Kredite nicht begleichen könne, und erschwerten dem Land damit die Refinanzierung.

Papandreou verglich die Spekulanten mit "Brandstiftern". Der gesunde Menschenverstand gebiete es, dass eine Person nicht eine Feuerversicherung auf das Haus des Nachbarn abschlösse, es dann in Brand steckten und die Versicherungssumme kassierten. Gemeinsam könnten die USA und Europa derartige Aktivitäten eindämmen.

Papandreou mahnte, finanzielle Instabilität in Griechenland und Europa sei auch eine Gefahr für die USA. Ein schwacher Euro bedeute, dass der USD/EUR steige. Das wiederum führe zu einem Anstieg des Haushaltsdefizit der USA. Wenn die EU schwanke, habe das spürbare Folgen. Papaconstantinou warnte, noch seien Änderungen nach der Finanzkrise nicht im Finanzsystem umgesetzt worden, um eine Wiederholung zu verhindern.

Papaconstantinou sagte, er habe sich bei einem informellen Treffen mit dem Internationalen Währungsfonds Rat für die Steuer- und Haushaltsreform geholt. Es sei nicht um Finanzhilfen für sein Land gegangen.


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Quelle: FMH-Finanzberatung
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 Quelle: vwd netsolutions GmbH
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