12.03.2010
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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).
Foto: Getty

Gastbeitrag

Schäuble droht Sparverweigerern mit Ausschluss aus der Eurozone

von Wolfgang Schäuble

Der Finanzminister konkretisiert die Pläne für den EWF: Schuldenstaaten soll eine Nothilfe gewährt werden. Falls die Geretteten allerdings nicht rigide sparen, verlangt Schäuble drastische Konsequenzen.

Wenn wir einen starken und stabilen Euro wollen, müssen wir zu weiteren Schritten der Integration in der Euro-Zone bereit sein. Sinnvoll wäre etwa der Aufbau eines Europäischen Währungsfonds. Griechenland steht in diesen Tagen ohne jeden Zweifel vor einem entscheidenden Wendepunkt. Gemeinsam mit der Europäischen Kommission, der EZB und dem IWF überwachen die Finanzminister der Euro-Zone erstmals lückenlos die Finanz- und Wirtschaftspolitik eines Mitgliedsstaats der Europäischen Währungsunion.

Die Athener Regierung muss nach den jüngsten Beschlüssen der EU einschneidende Maßnahmen für eine Wende zum Besseren umsetzen. Sie hat dabei rasch ihr Haushaltsdefizit zu begrenzen und die im eigenen Land verursachten Probleme zu lösen. Mein Eindruck ist, dass die griechische Regierung und mein Kollege Giorgos Papaconstantinou sich dieser Aufgabe mit großer Ernsthaftigkeit stellen.

Der Fall Griechenland mahnt uns, Lehren für die Währungsunion zu ziehen. Wir werden mit unseren Partnern in der Euro-Zone intensiv zu diskutieren haben, wie wir die vorhandenen Instrumente, Regeln und Verfahren in der Finanz- und Wirtschaftspolitik wirksamer nutzen und wo wir sie verbessern können. Meine Überlegungen, dies stelle ich klar, sind in keiner Weise auf die aktuelle Situation und die konkreten Maßnahmen zur Stabilisierung der Lage in Griechenland gemünzt.

Sie beziehen sich auch nicht auf die aktuelle Diskussion über eine "Wirtschaftsregierung" für eine bessere wirtschaftspolitische Koordinierung in der gesamten EU, die derzeit auf der Agenda der Staats- und Regierungschefs steht. Meine Überlegungen zielen vielmehr darauf ab, die Währungsunion mit ihrer besonderen stabilitätspolitischen Ordnung sui generis robuster und krisenfester zu gestalten.

Gefunden bei
www.ftd.de

In der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich der Euro als großer und verlässlicher Stabilitätsanker erwiesen. Anders als noch zu Zeiten eigenständiger nationaler Währungen hat uns der Euro vor innereuropäischen Wechselkursturbulenzen, die sonst die Lage in Europa weiter verschärft hätten, geschützt.


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Festgeld (12 Monate)1,79%0,75-3,16%
Sparbriefe (4 Jahre)1,89%0,56-3,50%
Girokonto (Dispo)11,24%5,50-14,50%
Ratenkredite (36 Monate)6,96%4,70-11,61%
Quelle: FMH-Finanzberatung
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 Quelle: vwd netsolutions GmbH
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