Es geht jetzt lustig weiter. Auch Spaniens Zinsen sind nach dem Italiendesaster stark gestiegen. Hier wackeln Millionen von Immobilienkrediten. Die nächste Abstufung in der kommenden Woche wird dieses Riesenland treffen. Dann ist alles klar: Kein Rettungsschirm kann mehr helfen. Dass Portugal und Italien ihre Haushaltsprobleme ohne Abwürden der Binnenkonjunktur und damit des Wachstums in den Griff kriegen, ist sowieso ein Ammenmärchen, das von der Realität wie im Fall Griechenland Lügen gestraft werden wird. Auch hier drohen weitere Abstrafungen durch die Ratingagenturen in nächster Zeit. Zu Recht übrigens. Es gibt mittlerweile keinen Ausweg für diese Länder mehr. Peter Schwegert hätte deutliche Worte und würde zur Privatinsolvenz raten. Dies hieße im Klartext: Schreddern des Euros - für alle!
Auf Europa könnten noch einige Schuldenkrisen zukommen. In Ländern wie Portugal, die bereits Zuflucht unter dem EU-Rettungsschirm gesucht haben, sind die Sorgen längst nicht ausgestanden.
Das Land hat zwar nach Monaten der Unsicherheit wieder eine handlungsfähige Regierung. Sie setzt den Sparkurs auch weiter fort. Portugal ist sogar einigermaßen im Plan, was seine Sparziele für dieses Jahr angeht.
Doch fiel das Land zuletzt ein wenig zurück, weil das Wachstum ausbleibt. Unklar ist auch, wo dieses in Zukunft herkommen soll: Portugals Produktivität von 15,50 Euro pro Arbeitsstunde ist für ein OECD-Land desaströs.
Der EU-Rettungsschirm sieht vor, dass das Land ab 2013 wieder Geld auf dem Kapitalmarkt aufnimmt. Geht es so weiter, könnten die privaten Gläubiger allerdings eine zu hohe Risikoprämie fordern - die nächste Rettungsrunde würde anstehen.
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