Dieses teure Verfahren wurde in den USA auch kokurrenzfaehig, weil im Energiegesetz von 2005 die Firmen die diese Verfahren anwenden von den Regulierungen des Clean Water Act und Clean Air Act ausgenommen wurden. Das sogenannte Haliburton Loophole. Die EPA hat keinen regulatorischen Zugriff, das ist im Gesetz verankert. es werden z.B. 596 verschiedene Chemikalien zum Hydrofracking benutzt. Die wirkenden Kraefte zerstoeren den Gesteinsaufbau teilweise nachhaltig und lassen diese Chemikalien in das Grundwasser eintreten und Erdgas kann sogar an der Oberflaeche austreten. Was dazu fuehrt das Leute ihren Wasserhahn anzuenden koennen, weil Ihre Brunnen mit einem Gas-Wasser Gemisch gefuellt sind. Hier ein Link zu einem Film ueber die Auswirkungen dieser Technologie der in diesem Jahr erschiennen ist. http://gaslandthemovie.com/ Vorsicht ist geboten! Es ist aehnlicher Wahnsinn wie die Oelproduktion aus Teersanden in Kanada.
Die Nachricht ging fast unter, sie sah aus wie eine kleine Fußnote in der Geschichte zweier ewiger Rivalen: Mitte Januar gab das amerikanische Energieministerium bekannt, dass die USA im vergangenen Jahr Russland als weltgrößten Erdgasproduzenten abgelöst haben.
Doch hinter dem nüchternen Befund steckt mehr. Viel mehr. Er ist ein erster Indikator dafür, dass sich das Kräfteverhältnis an den globalen Gasmärkten verschiebt. Und das damit verbundene politische Machtgefüge gleich mit.
Bisher gehorchte der internationale Gashandel einer einfachen Mechanik: Steigt die Nachfrage und wird das Angebot knapp, nimmt die Macht großer Förderstaaten wie Russland und Norwegen zu. In schöner Regelmäßigkeit folgen daraufhin die politischen Panikreflexe: Die Nato entwirft Bedrohungsszenarien, die darlegen, welch geostrategisches Gefahrenpotenzial von Russland ausgeht. Und die Europäer zerbrechen sich den Kopf, wie sie sich aus der Abhängigkeit von russischem Gas befreien können.
Ein technischer Durchbruch könnte diesen Automatismus jetzt außer Kraft setzen. Immer mehr Spezialfirmen vor allem in Amerika bohren nach sogenanntem nichtkonventionellem Erdgas – Gas also, das in dichten Ton- und Schieferschichten eingelagert ist.
Die Bergung dieser Vorkommen ist aufwendig. Die Bohrungen müssen erst vertikal tief in die Erde getrieben werden, um dann horizontal zu den Lagerstätten vorzudringen. Anschließend wird das Gestein hydraulisch aufgebrochen (siehe Grafik auf Seite 2). Doch dank der hohen Gaspreise ist diese teure Fördertechnik inzwischen konkurrenzfähig. Und die Funde übertreffen alle Erwartungen.
Mehr als die Hälfte der nachgewiesenen Erdgasreserven der USA entfallen bereits auf nichtkonventionelles Gas. Das Potential Gas Committee der Colorado School of Mines, einer führenden geowissenschaftlichen US-Universität, hob seine Schätzungen über die amerikanischen Gasressourcen jüngst um mehr als ein Drittel an: auf 58?800 Milliarden Kubikmeter.
Die Experten überbieten sich geradezu mit feierlichen Kommentaren. Eine "stille Revolution" nennt Fatih Birol, Chefvolkswirt der Internationalen Energieagentur (IEA), die neuen Fördermöglichkeiten. Daniel Yergin, der Guru der Energieanalysten, spricht von der "wichtigsten Energieinnovation des Jahrzehnts".
Noch weiter geht Tony Hayward. Für den Chef des Ölkonzerns BP verändern die Funde den "Ausblick der Energiewirtschaft für die nächsten 100 Jahre".
Billiggas strömt auf den Markt
Für große Exporteure wie Gazprom werden die neu erschlossenen Lagerstätten im Schiefergestein zu einer echten Gefahr. Denn ihre milliardenschweren Investitionen in Förderstätten und Pipelines basieren auf der Annahme, dass Erdgas knapp und teuer bleibt.
Darauf ist jetzt kein Verlass mehr. Die Aussicht auf das Erschließen der zahlreichen nichtkonventionellen Gasvorkommen drückt längst auf die Preise.

Was die Leser sagen
Wie recht Rolf Kuntz hat und darum erhält mein neu errichtetes Haus auch eine Erdwärmeanlage. Auch das ist richtig! Wenn es um Profit geht, egal wer, dann kennt keiner ein Pardon.
Wie recht Rolf Kuntz hat und darum erhält mein neu errichtetes Haus auch eine Erdwärmeanlage. Auch das ist richtig! Wenn es um Profit geht, egal wer, dann kennt keiner ein Pardon.
Wetten, schon in paar Wochen kommen wir einen Beitrag vorgesetzt, der genau die gegenteiligen Schlüsse zuläßt.
Es gibt nur einen gemeinsammen Nenner und der heißt" Schöpfe ab was der Markt hergibt". Kein Unternehmen tut vorsätzlich etwas für die angeblichen Kunden, sondern nur für seinen Zweck. Drumm sorgt die Lobby schon, daß solche Berichte durch passendere ersetzt werden.
Wetten?
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