10.05.2010
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Marktbeobachter zweifeln vor allem an der Finanzierung und an der rechtlichen Basis des Rettungsschirms.
Marktbeobachter zweifeln vor allem an der Finanzierung und an der rechtlichen Basis des Rettungsschirms.
Foto: Getty

Drama um Währungsunion

Die Löcher im Rettungsschirm

von Tobias Bayer und Christine Mai, Frankfurt

Mehr als zwölf Stunden verhandelten die Finanzminister der 16 Euroländer hinter verschlossenen Türen im Brüsseler Ministerrat über das Sicherungspaket für den angeschlagenen Euro. Die Analyse der Nothilfen offenbart eine Reihe von Schwächen.

Die Märkte feiern den Rettungsschirm für die Euro-Zone. Der Euro steigt, griechische Anleihen erholen sich. Auch an den Börsen herrscht Erleichterung. Die Experten der UBS sprechen von "Mega-Paket", Unicredit-Volkswort Marco Annunziata nennt es "überwältigende Kraft". In Anlehnung an Ex-US-Finanzminister Henry Paulson und sein Bankenrettungspaket macht sogar das Wort "Bazooka" die Runde.

Doch bei näherer Betrachtung sind viele Fragen ungeklärt. "Die Hilfen sind nur in groben Zügen zu verstehen", schreiben die Experten von High Frequency Economics. "Hätten wir griechische Bonds in unserem Portfolio, würden wir sie verkaufen." Viktor Hjort, Kreditanalyst bei Morgan Stanley, sieht ein grundsätzliches Problem: "Das Paket ändert nichts daran, dass die Zahlungsfähigkeit mehrerer Euro-Staaten bedroht ist. Letzten Endes müssen die Länder ihren Haushalt in Ordnung bringen. Das Paket sichert nur Zeit."

Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die 750-Mrd-Euro-Hilfen.

 Wie sieht der Rettungsschirm aus?

 Wie wird das Volumen der Nothilfen eingeschätzt?

 Wie werden die Nothilfen finanziert?

 Wie sicher ist die rechtliche Basis für den Rettungsschirm?

 Welche weiteren Schritte sind notwendig?

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Festgeld (12 Monate)1,51%0,50-3,00%
Sparbriefe (4 Jahre)1,64%0,45-3,25%
Girokonto (Dispo)11,03%5,50-13,81%
Ratenkredite (36 Monate)6,82%4,33-11,99%
Quelle: FMH-Finanzberatung
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