Es war kein einfacher Termin für den amerikanischen Präsidenten. Barack Obama besuchte am vergangenen Mittwoch die Dachgewerkschaft AFL-CIO. Sie forderte Antworten auf die Frage, wann es für Millionen Menschen wieder Arbeit gibt. Obama übte sich in Optimismus: "So hart es ist für all die Menschen da draußen, so steht doch eines fest: Unsere Wirtschaft bewegt sich in die richtige Richtung. Die Privatwirtschaft schafft neue Stellen. Amerika kommt voran."
Zwei Tage später holte Obama die triste Wirklichkeit ein. Der Arbeitsmarktbericht für Juli bot wenig Erfreuliches: Der Stellenaufbau in der Privatwirtschaft schwächte sich ab, Tausende Amerikaner gaben die Jobsuche auf - und die öffentliche Hand entließ im großen Stil. Das alles geschieht trotz Konjunkturprogrammen und einer ultralockeren Geldpolitik der Notenbank Federal Reserve.
Der traurige Befund: Der Aufschwung in den USA schafft nur unzureichend neue Stellen. Für Millionen Amerikaner erweist sich der "American Dream" als große Enttäuschung. Langzeitarbeitslosigkeit, ein Phänomen, das die Vereinigten Staaten sonst nur aus Europa kennen, wird zu einem Riesenproblem. "Amerika muss sich neu erfinden", schreibt David Milleker, Chefvolkswirt bei Union Investment. Wir zeigen auf, was auf dem Spiel steht.
- Wie ist die aktuelle Situation auf dem Jobmarkt?
- Wie fällt der Ausblick für die Beschäftigung aus?
- Welche Rolle spielen die Investitionen der Unternehmen?
- Was ist mit dem Okunschen Gesetz passiert?
- Was sind Gründe für den Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit?
- Wie könnte die Politik reagieren?
- Zurück zum Artikel







