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08.12.2011

Foto: dpa
Investor-Artikel

Anschlagsversuch

Attentat auf Ackermann vereitelt

Die Drohung gegen den Chef der Deutschen Bank war wesentlich ernster als zunächst bekannt. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem funktionsfähigen Sprengsatz. Der Konzern erhöht weltweit seine Sicherheitsvorkehrungen.

Eine an Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann adressierte verdächtige Postsendung ist am Mittwoch in Frankfurt abgefangen worden. Dabei handelte es sich um eine "funktionsfähige Briefbombe". Das teilten das hessische Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft Frankfurt nach ersten Untersuchungen am Donnerstag in Wiesbaden mit. Die Untersuchungen dauerten noch an. Einzelheiten zur Zusammensetzung des Inhalts könnten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gesagt werden.

Zuvor hatte ein Polizeisprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa behauptet: "Das war kein Sprengstoff, weder militärischer oder gewerblicher." Das Pulver hätte beim Öffnen des Umschlags "aber mit Sicherheit gefährlich werden können", und Verbrennungen an Hand, Gesicht und Oberkörper verursachen können.

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Der verdächtige DIN-A5-Umschlag war am Mittwochnachmittag bei der Deutschen Bank eingegangen und aufgefallen. Die Polizei nahm daraufhin die Ermittlungen auf. Nach Angaben der Frankfurter Polizei untersucht das Landeskriminalamt in Wiesbaden den Umschlag. Keine Stellungnahme gab es bislang dazu, wer hinter der Sendung stehen könnte. Bankenkreisen zufolge verstärkte die Deutsche Bank weltweit ihre Vorkehrungen, es werde mehr Sicherheitspersonal eingesetzt.

Auch die Finanzmetropole New York befindet sich in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Bundespolizei FBI schaltete sich in die Frankfurter Ermittlungen ein: "Die FBI-Ermittlungsgruppe für Terrorismus arbeitet mit den deutschen Behörden zusammen, um den Vorfall in Frankfurt aufzuklären und mögliche Bedrohungen gegen Menschen oder Einrichtungen auszumachen", sagte ein FBI-Sprecher der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Nach Informationen eines hochrangigen Mitarbeiters der US-Strafverfolgungsbehörden war als Rücksendeadresse die ebenfalls in Frankfurt ansässige Europäische Zentralbank angegeben. Nach dem Fund seien die Sicherheitsvorkehrungen in den New Yorker Büros des größten deutschen Kreditinstituts erhöht worden. Bankenkreisen zufolge verstärkte die Deutsche Bank weltweit ihre Vorkehrungen. Es wird mehr Sicherheitspersonal eingesetzt.

Die New Yorker Polizei verschickte eine Warnung an Wall-Street-Unternehmen, dass sie bei Paketen "besonders vorsichtig" sein sollten. Das bestätigte ein Polizeisprecher. Die Streifen rund um die Büros der Deutschen Bank wurden verstärkt.


© 2011 ftd.de

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Quelle: FMH-Finanzberatung
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