Die Worte waren drastisch: Eine Weigerung des US-Kongresses, die Schuldengrenze anzuheben, "würde der Wirtschaft einen ein fürchterlicher Schaden zufügen und möglicherweise noch mehr Unheil als die Finanzkrise von 2008 und 2009", warnte Finanzminister Timothy Geithner in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an den Senat. Denn ohne eine Anhebung der Obergrenze drohe der Zahlungsausfall.
Es ist ein politisches Manöver: Die Regierung von Barack Obamawill mehr Geld aufnehmen können - und baut eine Drohkolisse auf, um die erstarkten Republikaner im Kongress zur Zustimmung zu bewegen. Diese kontrollieren nach den Wahlen im November das Repräsentantenhaus. Zumindest vorerst wollen die Republikaner der Regierung auch nicht den Geldhahn zudrehen. Sie fordern im Gegenzug für ihren Segen aber deutliche Ausgabenkürzungen.
Jenseits des politischen Armdrückens wirft die Warnung Geithners aber auch ein Schlaglicht auf ein riesiges Problem - an dessen Lösung bisher nicht ernsthaft gearbeitet wird: Die enorme Verschuldung der USA.







