Zu diesem Ergebnis kommt unter anderem das Forschungsinstitut Bulwien-Gesa: Demnach verzeichneten die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr einen Anstieg um 1,7 Prozent. Die Kaufpreise für Reihenhäuser wiesen mit +1,5 Prozent wieder eine steigende Entwicklung auf, Grundstückspreise für Einfamilienhäuser blieben dagegen mit +0,7 Prozent relativ stabil.
Bulwien-Gesa analysiert die Immobilienmarktentwicklung in Deutschland von rund 125 deutschen Städten seit 1990. Allerdings sehen die Experten deutliche regionale Unterschiede. "Vergleicht man das gesamte Miet- und Preisniveau in den 125 Städten, lassen sich nach wie vor klare Unterschiede zwischen Städten im Norden und Osten (mit unterdurchschnittlichen Werten) und Städten im Süden und Westen (mit überdurchschnittlichen Werten) finden", schreiben die Experten in einer aktuellen Studie.
Auch das Forschungsinstitut Empirica zieht eine ähnliche positive Bilanz für 2009: Nach einem Rückgang der Wohnimmobilienpreise in den vergangenen Jahren würden die Preise auf den deutschen Wohnungsmärkten mittlerweile wieder steigen.
Empirica prognostiziert für das laufende Jahr mit 1,5 Prozent einen ähnlichen Anstieg der Kaufpreise für Geschosswohnungen in westdeutschen Städten wie 2009. In den Metropolen rechnet Empirica sogar mit einem stärkeren Anstieg. In München, Köln, Hamburg und eingeschränkt Frankfurt würde ein weiterer Rückgang der Wohnungsfertigstellungen zu einer "wachsenden Anspannung auf den Wohnungsmärkten führen" und damit zu steigenden Kaufpreisen.
Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) rechnet dagegen mit einer moderaten Entwicklung. So stellte der VDP einen neuen Immobilienindex vor, der auf rund 520.000 Transaktionsdaten basiert und die Preisentwicklung von selbst genutztem Wohneigentum misst. Ergebnis: Langfristig zeigt der Index einen Aufwärtstrend. So stiegen die Preise für selbst genutztes Wohneigentum in Deutschland seit 2003 um insgesamt 6,6 Prozent.
Im vergangenen Jahr kam es zu einer Seitwärtsentwicklung, die nach Ansicht des VDP auch in diesem Jahr anhalten wird. Allerdings ist der Preisindex nicht inflationsbereinigt. Rechnet man im selben Zeitraum mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von jährlich 1,5 Prozent, kommt man zu dem Ergebnis, dass die Preise inflationsbereinigt gefallen sind.








