Wohnimmobilien in deutschen Metropolen haben in den vergangenen zehn Jahren eine höhere Rendite abgeworfen als Objekte in Randregionen.
Das zeigt eine Auswertung des Analysehauses Investment Property Databank (IPD), das dafür 19 Portfolios mit einem Marktwert von 5,5 Milliarden Euro von institutionellen Investoren untersucht hat.
Eigentümer in Hamburg, Berlin, München oder der Rhein-Main-Region erzielten von 2000 bis 2009 eines Gesamtrendite von 4,1 Prozent. In den übrigen Gebieten betrug sie im Schnitt 2,1 Prozent. Dabei lag die Netto-Cashflow-Rendite, also die jährlichen Mieteerträge im Verhältnis zum Kaufpreis, mit 3,6 Prozent in den Randgebieten sogar höher als in den Metropolen mit 3,3 Prozent.
Die Besitzer dort mussten aber einen Wertverlust von jährlich 1,5 Prozent hinnehmen, während Häuser in den Städten um 0,9 Prozent pro Jahr im Wert stiegen. "Die Wertabschläge in den Nebenstandorten sind in demografischen und ökonomischen Trends begründet", sagt Julius Stinauer, Spezialist für Wohnimmobilien bei IPD. Institutionelle Investoren würden sich daher auf Regionen fokussieren, die durch steigende Marktwerte und sein stabiles Mietwachstum gekennzeichnet seien.
Laut IPD lässt die Untersuchung nicht pauschal die Schlussfolgerung zu, dass jeder Standort abseits der Top-Regionen schwächere Renditen aufweise.
Gesamtrendite (Total Return) von Wohnimmobilien
2000 |
2002 |
2004 |
2006 |
2008 |
2009 |
10-Jahres-Durchschnitt |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Top-Investmentregionen |
6,4 |
4,3 |
0,7 |
6,5 |
4,8 |
5,2 |
4,1 |
Nebenstandorte |
3,1 |
-2,3 |
-5,6 |
6,6 |
3,9 |
4,5 |
2,1 |
in Prozent: Top-Investmentregionen: Hamburg, Berlin, Rheinland, Rhein-Main, Stuttgart, München, Nebenstandorte: Alle anderen Regionen; Quelle: IPD Investment Property Databank
Mit Agenturen
capital.de, 29.07.2010
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