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26.10.2011

Österreichische Immobilien

Investor-Artikel

Aufstiegspotenzial für gefallene Alpenengel

Sie haben Anleger aus dem Himmel kontinuierlich steigender Notierungen in die tiefe Hölle jahrelanger Kursverluste gestürzt: Nachdem Aktien börsennotierter österreichischer Immobiliengesellschaften bis 2007 von einem Hoch zum nächsten geklettert waren, crashte der Markt. Jetzt könnte eine Trendwende anstehen. Von Richard Haimann

Skandale, hohe Schulden und ein starkes Engagement in Osteuropa führten dazu, dass Investoren in Scharen aus den Papieren flüchteten, als die Finanzkrise eruptierte und die Immobilienmärkte in Polen, Ungarn und auf dem Balkan zusammenbrachen. Jetzt sehen Analysten die Trendwende gekommen und empfehlen Engagements in ausgewählten Werten.

Martina Valenta von der Ersten Bank empfiehlt das Papier der Immofinanz jetzt zum Kauf. Der mit einer Marktkapitalisierung von 2,5 Mrd. Euro größten Immobiliengesellschaft im Alpenland war es zuvor gelungen, eine Wandelanleihe vollständig zu wandeln. Da keine Barmittel mehr für die Rückführung der Anleihe benötigt würden, könne das in Wohn- und Gewerbeimmobilien in Österreich, Deutschland und Osteuropa investierte Unternehmen nun weitere Immobilien erwerben oder ein Aktienrückkaufprogramm auflegen. „Die Aktie hat ein Kurspotenzial von 3,50 Euro“, sagt Valenta. Gegenüber der gegenwärtigen Notierung würde das einem Plus von 49 Prozent entsprechen. Die für 2011 erwartete Dividendenrendite beträgt auf dem gegenwärtigen Niveau 6,1 Prozent.

Auch die Aktie der CA Immo steht auf den Empfehlungslisten diverser Analysten. „Die Mieteinnahmen im ersten Halbjahr sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 54 Prozent auf 127,5 Mio. Euro gestiegen“, lobt Unicredit-Analyst Alexander Hodosi. Das in Gewerbeobjekte in West- und Osteuropa investierte Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von rund 773 Mio. Euro dürfte für dieses Jahr eine Dividende von 0,40 Euro ausschütten, was rund zwei Prozent des Nettovermögenswerts der Immobilien abzüglich der Verbindlichkeiten entspreche, heißt es in einer neuen Studie der Ersten Bank.

Kauf- oder Akkumulationsempfehlungen gibt es auch für das Papier der auf die Entwicklung und Vermietung von Wohnaltbauten in Österreich, Deutschland, Luxemburg, Tschechien, der Slowakei und Ungarn spezialisierten Conwert. SRC-Research-Analyst Stefan Scharff sieht den fairen Kurs bei 13,50 Euro, nachdem die Gesellschaft ihre Erlöse aus Wohnungsverkäufen von 65 Mio. Euro im ersten Quartal auf 186 Mio. Euro im zweiten Quartal 2011 fast verdreifachte. Aktuell notiert die Aktie bei 9,90 Euro.

capital.de, 12:24 Uhr
© 2011 capital.de © Fotos / Illustrationen: ddp


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