Die Preise in Versteigerungen haben mit dem Wirklichkeit nicht viel zu tun. Die Bieter verlieren offensichtlich den Verstand in den letzten Minuten und bieten nur emotional mit. Einige Immobilien waren deutlich höher weggangen als Makler sie vorher inseriert hatten. Vermutlich ist es die deutsche "Antigönnerhafte Art" die die Leute zu Höchstpreisen treibt. Ich denke das hier viele Leute viel Geld verlieren werden... spätestens beim Widerverkauf
Zwangsversteigerungen sind für Hausbesitzer ein Horrorszenario - wer dagegen in einer deutschen Großstadt nach bezahlbarem Wohneigentum sucht, hofft bisweilen auf ein Immobilienmärchen: Bieter findet Objekt in zentraler Lage, zahlt dafür nur einen Bruchteil des Verkehrswerts und lebt glücklich bis zum Ende.
Wer sich den Traum vom ersteigerten Haus so ausmalt, hat in diesen Zeiten ein Problem: Die guten Objekte zu märchenhaften Preisen werden seltener: "Zwangsversteigerungen sind nichts für Schnäppchenjäger", sagt Michael Kiefer, Leiter der Immobilienbewertung beim Datenportal Immobilienscout24. Objekte mit Potenzial in so einem Verfahren günstig zu bekommen, ist seiner Ansicht nach eine Sache für Profis. Und wer als Laie sein Glück versucht, braucht einen deutlich längeren Atem als früher.
Denn Zwangsversteigerungen sind momentan ein besonders tückisches Terrain. Das liegt daran, dass der Immobilienmarkt brummt. Für Bieter bedeutet das: Das Objektangebot schrumpft. Tatsächlich zählte das Statistische Bundesamt in 2010 insgesamt rund 68.700 Zwangsversteigerungen unbeweglicher Gegenstände in Deutschland. Das war der niedrigste Wert seit 1999.

Nach Zahlen des privaten Datendienstleisters Argetra wird die Zahl 2011 vielerorts noch einmal geringer ausfallen. Zum Vergleich: In der Spitze zählten die Statistiker des Bundes 2004 rund 91.800 Verfahren. "Immobilien sind im Moment so gefragt, dass die meisten Objekte frei verkauft werden, bevor es zur Zwangsversteigerung kommt", so Kiefer. "Speziell in gefragten Großstädten kommen meist nur noch schwierige Objekte unter den Hammer."
Zugleich nimmt das Interesse zu. Deutsche Anleger stecken ihr Geld gern in Immobilien - gerade wenn sie keine sichere Alternative sehen. "Das Publikum hat sich sehr verändert. Es kommen sehr viel mehr Privatleute als früher zu den Terminen", sagt Immobilienexperte Werner Siepe. Er hat ein Buch mit dem Titel "Erfolgreiches Ersteigern von Haus oder Wohnung" geschrieben und stellt fest: "Gerade bei Einfamilienhäusern sind die Termine oft überlaufen. Die meisten Interessenten suchen Objekte zur Selbstnutzung."







