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Immobilien sind in der Schweiz so gefragt wie nie, Eigentumswohnungen haben sich seit der Jahrtausendwende um gut 50 Prozent verteuert. Die Bauindustrie läuft auf Hochtouren, kann die Nachfrage aber nicht decken. Ein Ende des Booms scheint nicht in Sicht: "Unseres Erachtens bleiben die Aussichten für den Schweizer Immobilienmarkt vielversprechend", sagte Patrick Hasenböhler, Immobilienspezialist bei der Privatbank Sarasin.
Preiskorrekturen seien nicht zu erwarten, da die Nachfrage intakt bleiben und die tiefen Zinsen den Markt weiterhin beflügeln dürften, stellte die Großbank Credit Suisse in ihrer aktuellen Studie "Immobilien - Fakten und Trends 2011" fest. Eine fünfjährige Hypothek, die beliebteste Form der Immobilienfinanzierung in der Schweiz, ist momentan für 2,25 Prozent zu haben. "Die Tiefzinsphase macht Wohneigentum mit Abstand zur günstigsten Wohnform", so die Credit Suisse. Ein Eigentümer zahle derzeit etwa ein Drittel weniger an Kreditzinsen im Jahr als jemand, der eine vergleichbare Wohnung mieten würde.
Es sind aber nicht allein die niedrigen Zinsen, die für eine kräftige Immobiliennachfrage sorgen. Die boomende Wirtschaft lockt gut bezahlte Ausländer ins Land, die auch als Käufer auftreten. "In den vergangenen vier Jahren erlebte die Schweiz einen Nettozuzug von 330.000 Personen aus dem Ausland", sagte der Präsident des Hauseigentümer-Verbands, Ansgar Gmür. Das allein habe genügt, um die in dieser Zeit gebauten knapp 170.000 Wohneinheiten zu absorbieren.







