Die Umwelt sagt Danke: Schon sechs Quadratmeter Kollektorfläche liefern 60 Prozent der Energie, die eine vierköpfige Familie zur Warmwasserbereitung benötigt. Zudem können die Kollektoren die Heizung unterstützen, damit sie weniger klimaschädliches Kohlendioxid produziert.
Verblüffend: Identische, sechs Quadratmeter große Solaranlagen können sowohl in einem gut gedämmten Neubau mit rund 120 Quadratmetern Wohnfläche wie in einem gleich großen, schlecht vor Kälte geschützten Altbau jeweils rund fünf Prozent des Heizbedarfs decken. Gerechnet in Kilowattstunden liefert also die Sonne dem alten Haus mehr Wohnungswärme als dem neuen. Die Erklärung: Das junge Gebäude muss dank der dicken Dämmung erst ab einer Außentemperatur von etwa 12 Grad Celsius beheizt werden, das alte dagegen bereits in der Übergangszeit spätestens ab 15 Grad Celsius. Die Heizperiode des Altbaus ist also länger und umfasst viele Tage, in denen Solarkollektoren eine respektable Ausbeute erzielen. Um den Bürgern den Entschluss pro solar zu erleichtern, zahlt der Staat ihnen für jeden Quadratmeter Kollektorfläche, der zum Bereiten von Warmwasser dient, einen Investitionszuschuss von 60 Euro, maximal je Anlage 412,50 Euro. Unterstützt die Sonne auch die Heizung, gibt es 105 Euro je Quadratmeter. Wer sich mindestens neun Quadratmeter Kollektoren auf das Dach packt und zudem einen neuen Brennwertkessel für Öl- oder Gas installiert, erhält pauschal weitere 750 Euro. Anträge nimmt die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle entgegen. Sonderprogramme fördern den Solareinsatz in Mehrfamilienhäusern sowie in Gewerbe und Industrie.
Capital hat für Eigenheime nachgerechnet. Eine Solaranlage mit sechs Quadratmeter großen Flachkollektoren und einem 200-Liter-Speicher, die dem Warmwasserbedarf einer vierköpfigen Familie entspricht, kostet samt Montage rund 6000 Euro. Sie soll auch der Heizung mit Sonnenkraft helfen. Nach Abzug des staatlichen Zuschusses kostet die Investition bleiben 5370 Euro, die in der Musterrechnung mit einem Darlehen zu vier Prozent Jahreszins finanziert werden. Die in der Tabelle der Jahreskosten aufgeführte Kreditrate sorgt dafür, dass der Kredit nach 20 Jahren, der angenommenen Lebensdauer des Kollektors, getilgt ist.
Position |
Jahresbetrag in Euro |
Wartung und Instandhaltung |
300 |
400 Kilowattstunden Regel- und Pumpenstrom* |
68 |
Kreditrate |
395 |
Gesamte Jahreskosten |
763 |
* Zu 17 Euro-Cent je Kilowattstunde.
Die Jahreskosten sind der Energiemenge gegenüber zu stellen, die die unverzichtbare Öl-, Gas-, Holz- oder Strom-Heizanlage dank der Sonnenhilfe weniger verbraucht. Die Gegenüberstellung gilt für einen 120 Quadratmeter großen, mäßig gedämmten Altbau, dessen sonstige Daten dem Capital-Heizkostenvergleich für ein Einfamilienhaus mit großem Wärmebedarf entsprechen. Bei einem solchen älteren Gebäude liefert der Kollektor – wie oben erläutert – mehr Energie als bei einem gut gedämmten Neubau. Fazit: Doch selbst hier deckt die Brennstoffersparnis im besten Falle – bei den Wärmepumpen – nur etwa ein Drittel der Jahreskosten, die ein Kollektor verursacht.
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Position |
Gas-Brenn- |
Öl-Brenn- |
Wärmepumpe mit Erdsonde |
Wärmepumpe für Luftnutzung |
Holzpellet- |
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Ersparnis beim Warmwasser |
65 |
74 |
173 |
173 |
113 |
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plus Ersparnis bei der Heizung |
71 |
81 |
36 |
44 |
67 |
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minus Jahreskosten Solaranlage |
763 |
763 |
763 |
763 |
763 |
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Nettokosten |
628 |
608 |
554 |
547 |
583 |






