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22.07.2010
Seite  1 | 2

Energetische Sanierung

Investor-Artikel

Immobilienbesitzer machen viel Geld locker

Runter mit den Energiekosten lautet die oberste Devise für Immobilienbesitzer, die ihr Haus modernisieren. Dafür investieren sie im Schnitt knapp 50.000 Euro, wie eine Umfrage zeigt. Die Unterschiede zwischen Eigennutzern, privaten Vermietern und Wohnungsunternehmen sind erheblich. Von Nikolaus von Raggamby

Deutsche Haus- oder Wohnungseigentümer investieren laut einer neuen Studie durchschnittlich 46.000 Euro in energetische Sanierungsmaßnahmen. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der KfW Bankengruppe und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor.

Befragt wurden mehr als 5500 Eigennutzer und private Vermieter sowie 250 Wohnungsunternehmen, die seit 2006 staatliche Fördermittel für klimafreundliche Modernisierungen in Anspruch genommen hatten. Allein im vergangenen Jahr hatte die KfW in den Förderprogrammen für "Energieeffizientes Bauen und Sanieren" ein Rekordvolumen von 8,9 Mrd. Euro zugesagt. Damit wurde die energetische Sanierung beziehungsweise der energieeffiziente Neubau von rund 620.000 Wohneinheiten finanziert.

Wohnungsunternehmen investieren mehr

Je nach Eigentümer gibt es laut der Studie aber Unterschiede. So sanieren Selbstnutzer ihre Wohnimmobilien durchschnittlich acht Jahre früher als Vermieter. Zudem geben sie durchschnittlich mit rund 288 Euro pro Quadratmeter weniger für die Sanierung aus als private Vermieter, die rund 394 Euro pro Quadratmeter investierten. Bei den Wohnungsunternehmen liegt der entsprechende Wert mit 522 Euro fast 80 Prozent höher als bei Selbstnutzern.

"Auffallend ist zum Beispiel, dass über 36 Prozent der befragten Wohneigentümer - und damit deutlich mehr als erwartet - älter als 60 Jahre sind", erklärt Michael Voigtländer, Immobilienexperte des IWs und verantwortlich für die Studie.

Als wichtigen Investitionsanreiz zur energetischen Sanierung nannten jeweils neun von zehn privaten Bauherren eine größere Unabhängigkeit von den Energiepreisen erreichen beziehungsweise die Kosten für Heizung und Strom senken zu wollen. Beinahe ebenso viele wollten einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Drei von vier Eigentümern gaben an, ihre Wohnqualität zu steigern.

capital.de, 11:47 Uhr
© 2010 capital.de © Fotos / Illustrationen: Getty


Was die Leser sagen

herbert
27.07.2010 | 21:05
woher das Geld nehmen

Man erkläre mir, wenn 36 Prozent der älteren über 60 das Geld zum Isolieren haben, was machen dann die 64 Prozent die kein Geld mehr haben? Diesen Rentnern wird ein Energiepass aufgedrückt, eine Isolierung sonst ist das Haus nichts mehr wert. Eine Heizung mit Erdwärme und dazu noch ein Ökoauto mit fast Null CO2.
Dies alles bei einer Rente vn durchschnittlich 2000 Euro.
Warum muss man immer ein ganzes Haus isolieren, wenn ein Teil der bewohnten Zimmer reichen würde?
Viele Rentner sind im Winter in einem Fernsehzimmer und der Rest des Hauses ist fast kalt.
Die Politik sollte sich mal an den wirklichen Geldbeutel der Rentner ausrichten.
Schluss mit den Zwangsmassnahmen, die nichts anderes sind, wie eine Beschäftigungsmassnahme auf Kosten des kleinen Mannes.
Wir haben zuviel Staat und dumme Politiker die mitreden wollen.

(Kommentare 1-1 von 1)

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