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30.10.2009

Wohnimmobilien

Die Energieeinsparverordnung ist seit Oktober in Kraft.
Investor-Artikel

Häuslebauer investieren in Energieeffizienz

Jeder fünfte Immobilieneigentümer will einer GfK-Studie sein Haus oder seine Wohnung beim Energiesparen auf Vordermann bringen. Besonders beliebt ist die Wärmedämmung, zeigt eine Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung. Von Nikolaus von Raggamby

In den kommenden zwölf Monaten planten dabei 1,4 Millionen Immobilieneigentümer, ihr Dach zu dämmen oder neue Fenster einzubauen. Ein beträchtlicher Teil der Eigentümer wolle gleich umfassend sanieren und sich nicht auf eine Maßnahme beschränken. Insgesamt sei 2009 mit Investitionen in Höhe von gut 15 Milliarden Euro zu rechnen.

"Unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz ist bei Bestandsimmobilien die Dämmung in der Regel eine sinnvolle Maßnahme, da sich bei den Heizkosten Einsparpotenziale von bis zu 80 Prozent ergeben können", schreibt die Autorin der GfK-Studie Marion Kraemer-Bongartz.

Verschärfte Energieeinsparverordnung

Insgesamt sind die Aussichten für ein weiteres Wachstum dieses Marktes günstig. Denn mit Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 zum 1. Oktober zieht der Gesetzgeber die Zügel nun abermals straffer. Neubauten müssen noch einmal 30 Prozent weniger Primärenergie verbrauchen als bislang zulässig.

Für ein Standardeinfamilienhaus bedeutet das ungefähr: Der Energieverbrauch sinkt von 100 auf 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Die geänderte Verordnung betrifft aber auch Bestandsbauten. So gilt das Einsparziel von 30 Prozent selbst für aufwendige Sanierungen. Anders als bei Neubauten bezieht sich der Richtwert aber nicht auf die Energiebilanz des gesamten Gebäudes, sondern nur auf den energetischen Wert des einzelnen Bauteils. Wer etwa sämtliche Fenster austauscht, muss solche verwenden, die eine um 30 Prozent bessere Isolierleistung haben als bislang mindestens vorgeschrieben.

Solaranlagen im Trend

Auch Solaranlagen stehen der Studie zufolge in der Gunst der Immobilieneigentümer ganz oben. Etwa 700.000 Haushalten planten, in den kommenden zwölf Monaten Sonnenkollektoren zur Strom- oder Wärmeerzeugung aufs Dach zu schrauben. Die Solarbranche könne damit in dieser Zeit auf Umsätze in Höhe von knapp zehn Milliarden Euro hoffen.

Dank großzügiger Subventionen in Form garantierter Einspeisepreise, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Anlagebetreibern garantiert, sinkender Modulreose sowie Zuschüssen und zinsgünstiger Darlehen ist das Thema Solar für die Besitzer von Bestandsimmobilien attraktiv. Solarstrom rechnet sich und das gleichbleibend über 20 Jahre.

Einzige Voraussetzung: Die Anlagen müssen bei der Bundesnetzagentur gemeldet sein. Zurzeit gibt es 43,01 Cents pro Kilowattstunde (kwh) für Anlagen bis 30 Kilowattpeak (kWp) - mit einschlagendem Erfolg. Laut einer aktuellen Studie des Bonner Marktforschungsinstituts EuPD wurden bis Ende 2008 rund 300.000 Solaranlagen auf deutschen Ein- und Zweifamilienhäusern installiert.

capital.de, 11:46 Uhr
© 2009 capital.de © Fotos / Illustrationen: Fotolia


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