Mehr als die Hälfte die Deutschen glaubt, momentan sei ein guter Zeitpunkt zu bauen oder eine Immobilie zu kaufen. Rund 42 Prozent der Deutschen glauben auch, dass sie sich diesen Schritt in die eigenen vier Wände ohne Probleme leisten können. Vor einem Monat waren es noch 38 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage, die dem "Stimmungsindex Baufinanzierung" der Comdirect zugrunde liegt.
Etwas ratlos sind die angehenden Häuslebauer bei der Frage nach der richtigen Finanzierung. War im Mai noch für knapp zwei Drittel der Befragten ein Kredit die erste Wahl, so liegen die Immobilien-Darlehen nun mit 56 Prozent Zuspruch gleichauf mit Bausparverträgen und den eigenen Ersparnissen, für die viele zurzeit keinen sichereren Hafen als das Eigenheim finden.
Die Zinsen für Kreditzinsen sind unterdessen weiterhin auf Tiefflug. Laut dem Index der Frankfurter FMH Finanzberatung, liegt der durchschnittliche Effektivzins für ein zehnjähriges Darlehen bei gerade einmal 3,56 Prozent. Vor einem Jahr mussten Bauherren im Schnitt noch einen Prozentpunkt mehr berappen. Ähnlich ist das Bild bei länger laufenden Darlehen. Wer sich über 20 Jahre binden will, muss bei vielen Anbietern weniger als vier Prozent Zinsen zahlen. Wie sich die Zinsen weiter entwickeln ist offen. Experten gehen davon aus, dass das Zinstief aber noch bis Jahresende anhalten wird, sind aber mit konkreten Prognosen zurückhaltend.
Neben den Zinsen sind die Immobilienpreise hierzulande sehr moderat. "Deutschland ist der einzige Markt in Europa, in dem derzeit kein einziger Indikator auf Überbewertung hinweist", sagt Ralph Müller, der bei der Deutschen Bank das Baufinanzierungsgeschäft verantwortet. Dem guten Umfeld zum Trotz, sollte jedoch kein Bauherr, die Finanzierung überstürzen und Angebote gründlich vergleichen. Schließlich geht es hier um sechsstellige Summen, einen sehr langen Zeitraum - und nicht um ein Tagesgeldkonto.
Aktuelle Baugeld-Konditionen finden Sie unter www.capital.de/baufinanzierung.








