Turm aus 1001 Nacht: Nakheel Tower in Dubai
Kosten: 38 Milliarden Dollar , Höhe: über einen Kilometer. Der Nakheel Tower in Dubai sollte alle Rekorde brechen und sogar noch 200 Meter höher sein als der soeben eröffnete Burj Dubai. Doch die Staatsholding Dubai World mit ihrer hochverschuldeten Tochter Nakheel machte der Stadt in der Stadt vorerst den Garaus.
Russisches Dresden: Ochta-Turm in St. Petersburg
Die Stadt an der Newa könnte bald zum russischen Dresden werden: Auch St. Petersburg droht der Titel Weltkulturerbe entzogen zu werden. Nicht eine Brücke über die Elbe, sondern die Planungen des 403 Meter hohen "Ochta"-Turms zerstören laut Unesco die Silouette der Zarenmetropole. Die Glasspindel, die das Hauptquartier des staatlichen Energiekonzerns Gazprom-Neft beherbergen soll, ist in Russland umstritten.
Neues Leben für Ground Zero: der Freedom Tower in Manhattan
Hier verursachten Terroristen am 11. September 2001 unvorstellbares Leid: Beim Anschlag von Islamisten wurden die beiden Türme des World Trade Center komplett zerstört. Den offenen Architektenwettbewerb für "Ground Zero" gewann Daniel Libeskind 2002. Sein Entwurf wird nun in stark abgeänderter Form gebaut. Symbolisch gedacht ist die Gesamthöhe des "Freiheitsturms" von 1776 Fuß (etwa 541 Meter), die sich auf das Jahr der Unabhängigkeitserklärung der USA bezieht.
Das Lagerfeuer am Michigansee: Chicago Spire
Er wurde vom Spanier Santiago Calatrava entworfen. Der spiralförmig gedrehte Chicago Spire mit 124 Stockwerken soll an den aufsteigenden Rauch eines Lagerfeuers erinnern. Der Wolkenkratzer könnte mit einer Höhe von 610 Metern das zweithöchste Gebäude der Welt sein - nach dem soeben eröffneten Burj Dubai (828 Meter). Allerdings ruhen die Bauarbeiten wegen der Finanzkrise - es wurde bereits ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben, wie das Bauloch am besten abzudecken ist.
Luxusinseln im Golf: The World und Palm Jumeira
Sie sind die neuen Weltwunder im Golf vor Dubai. "The World" und "Palm Jumeira", vor der Küste des Emirats aufgeschüttete Trauminseln. Nicht auf dem Foto zu sehen, weil die Bauarbeiten gestoppt wurden, ist das größte Projekt: Die Insel "Palm Deira" soll fast so groß wie die City von Paris sein, die Fertigstellung wird inzwischen für das Jahr 2015 angepeilt.
Kunst für die Scheichs: Guggenheim Abu Dhabi
In Abu Dhabi ist die Krise noch nicht mit Wucht angekommen. An Saadiyat Island, einer Kulturinsel mit Zweigstellen des Guggenheim-Museums und des Louvre, wird weiter gebaut. Das 27 Milliarden Dollar teure Projekt soll westliche Touristen anlocken. 2018 soll die "Insel der Glücksseeligkeit" fertig sein. Mit einer Gesamtfläche von fast 30.000 Quadratmetern dürfte das Guggenheim Abu Dhabi sogar das New Yorker Stammhaus in den Schatten stellen.
Querung für Emire: die Brücke zwischen Qatar und Bahrain
Bei ihrer Fertigstellung wird sie eine der größten Brücken der Welt sein: Die 45 Kilometer lange Freundschaftsbrücke zwischen den Emiraten Katar und Bahrein soll sechs Fahrstreifen und zusätzlich zwei Gleise für Fracht- und Passagierzüge haben. Kosten: 3 Milliarden Dollar, der Baubeginn ist für 2010 vorgesehen.
Neuer Weg zum Casino: die Brücke zwischen Hongkong mit Macao
Sie soll bald Hong Kong und Macau miteinander verbinden: Die "Lingdingyang-Brücke" zwischen der früher britischen und der einstmals portugiesischen Kolonie soll das Perlflussdelta auf 35 Kilometern überspannen. Der Bau hat vor kurzem begonnen. In die Mitte der ingesamt 50 Kilometer langen Verbindung wird ein 5,5 Kilometer langer Straßentunnel unter Wasser gebohrt.
Verbindung zwischen Nord und Süd: St. Gotthardt-Basistunnel
Zum dritten Mal wird das Massiv des St. Gotthard durchlöchert, um die Alpen besser in Nord-Süd-Richtung queren zu können: Mit Hilfe von Spezialbohrern und Sprengungen entsteht derzeit ein 57 Kilometer langer Tunnel - der längste der Welt. Ab 2017 sollen Züge mit bis zu 250 Stundenkilometern durch die zwei Röhren rasen. Foto: Eine Feier im Juni 2009, gerade hat die Tunnelbohrmaschine "Gabi" das Teilstück des so genannten Neattunnels zwischen Erstfeld und Amsteg durchbrochen.
Die Kappe der Nomaden: Khan Shatyry Entertainment Centre in Astana
Kasachstans neue Hauptstadt Astana floriert: Derzeit entsteht in der Filmheimat des rasenden Reporters Borat das weltweit größte "Zelt": 150 Meter ist das Khan Shatyry Entertainment Centre hoch. Es soll der spitzen Filzkappe kasachischer Nomaden ähneln. Entworfen wurde das Gebäude von Lord Norman Foster, dem Architekten des Reichstagsumbaus in Berlin. Noch in diesem Jahr soll die Anlage mit Shopping-Zentrum und Entertainment-Areal eröffnet werden.
Baldachin zur Weltausstellung: Expo-Achse in Schanghai
Sie wird das größte Architekturevent des Jahres: Die Schanghai Expo 2010. Soeben wurde der Haupteingang der Weltausstellung fertig gestellt: Die sogenannte Expo-Achse, ein mehrgeschossiges Gebäude in Form einer riesigen Blume mit der größten Membrankonstruktion der Welt. Das Gebäude ist einen Kilometer lang und 130 Meter breit. Die Achse mit ihren Pavillons wird für einen Großteil der 70 Millionen Besucher der erste Eindruck von der Expo sein.
Gotteshaus für Zehntausende: die Mosquée d'Algérie in Algier
Platz für 40.000 Gläubige, das mit 214 Metern höchste Minaret der Welt: Die "Mosquée d‘Algérie" in Algir soll das drittgrößte muslimische Gotteshaus der Erde werden. 2014 soll die Moschee eröffnet werden. Architekten sind die Deutschen Jürgen Engel und Michael Zimmermann.