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02.06.2008

Balearen

Mallorca im Aufschwung

Der mallorquinische Ferienimmobilienmarkt kann sich positiv von dem des spanischen Festlands absetzen. Von Stefanie Kremer

Nicht nur weil die deutsche Elf in Son Vida für die Europameisterschaft trainiert, ist Mallorca wieder beliebt bei den Deutschen. Es liegt auch an der stetigen Weiterentwicklung der Insel: Immer wieder tun sich neue angesagte Restaurants und Orte auf. Nach Puerto Andratx investieren derzeit viele Reiche in Bendinat, im Hafen von Portals Nou oder in die attraktiven Küstenabschnitte Portixol, El Molinar und Ciutat de Jardín, östlich von Palma. Dort gibt es in erster Reihe kaum noch ein Appartement unter einer Million Euro. "Puerto Andratx hat in den vergangenen Jahren vor allem unter den politischen Skandalen gelitten", sagt der auf der Insel tätige Rechtsanwalt Tim Wirth. Der ehemalige Bürgermeister Eugenio Hidalgo ist in zahlreiche Korruptionsskandale verwickelt.

Der teuerste Fleck der Insel ist derzeit Bendinat, ein schmucker Villen-Ort südwestlich von Palma mit kleinen Buchten, fern von lärmenden Bars und Diskotheken. Hier steigen die Preise jährlich weiterhin um circa zehn Prozent, aufgrund von hoher Nachfrage bei begrenztem Angebot. "Ein Haus in Strandlinie kostet dort rund 20 Millionen Euro, wegen des besonderen Flairs", sagt Heidi Stadler vom Maklerbüro First Mallorca. Auch im übrigen Westen der Insel und im wenig bebauten Tramontana-Gebirge im Nordwesten steigen die Preise. "Wir rechnen in diesem Jahr im Luxussegment mit einem Preiswachstum von über zehn Prozent", so Stefan Greim vom Maklerbüro Mallorca Sotheby´s Realty in Santa Ponça.

Im Osten der Insel sind Immobilien günstiger

Etwas günstiger ist es im Osten der Insel, wo derzeit die Preise nicht mehr stark steigen beziehungsweise in einigen Orten, wie Cala Millor und Arenal, sogar fallen. Gemäß dortigen Maklerangeboten kann man an diesen Massentourismusorten Häuser bereits zwischen 250 000 und einer Million Euro in erster Strandlinie erwerben, Wohnungen gibt es ab 150 000 Euro. "Immer mehr Deutsche ziehen es vor, zu mieten und verkaufen ihre Immobilien. Es gibt zu viele Angebote auf dem Markt, das ist im Südwesten anders", sagt Wirth. Schon für 480 Euro monatlich kann man hier ein fast 70 Quadratmeter großes Appartement mieten.

In Cala Ratjada und weiter nördlich steigen die Immobilienpreise an. Dort kostet ein Häuschen in erster Strandlinie ab 300 000 bis eine Million Euro. Hausmieten bewegen sich zwischen 600 und 2000 Euro monatlich. Auf diesem Teil der Insel rechnet kaum ein Makler noch mit größeren Preissteigerungen in diesem Jahr. Langfristig gibt es hier jedoch Entwicklungspotential, da die Preise bislang vergleichsweise niedrig sind. Nach der starken Investition der balearischen Regierung in den Westen der Insel, dürften nun Renovierungen im Osten folgen.

capital.de, 17:10 Uhr
© 2008 capital.de © Fotos / Illustrationen: Photocase


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