• Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Editorial

Keine Angst vor 2017!

, von Horst von Buttlar

Das kommende Jahr hält eine Reihe von Herausforderungen bereit. Umso wichtiger ist es, einen kühlen Kopf zu behalten. Von Horst von Buttlar

Horst von Buttlar © Gene Glover
Capital-Chefredakteur Horst von Buttlar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

man liest nun überall, dass dieses Jahr 2016 ein besonders Schlimmes war - und das 2017 nicht besser wird. Nach Brexit, Trump und Terror geht es weiter mit Le Pen, Petry und Terror. Abgesehen davon, dass im kommenden Jahr die Eurozone endgültig auseinanderfliegen wird, wenn nicht gleich diese ganze verdammte EU, während Trump mit seinem Better-Deal-Kapitalismus den Globus umpflügen wird.

Es wäre töricht zu behaupten, dass es diese Gefahren nicht gibt, und dass 2016 doch eine Menge prima Seiten hatte und 2017 alles halb so schlimm wird. Wenn wir aber nur noch seufzend Hundejahre an Hundejahre reihen (wahlweise auch Schicksalsjahre an Schicksalsjahre), bauen wir an einer neuen Ära des politischen Defätismus, die auch niemandem nützt - außer denen, die daraus ein Geschäft machen.

Und diese Kräfte machen sich 2017 bereit für die Schlacht in Europa, bei den Wahlen in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland. Wir kennen diese Kräfte nicht genau, wir wissen nicht, was Verschwörung ist oder nicht, aber wir kennen die Waffen und Ziele: Mal sollen es "russische Hacker" sein, mal neue Anbieter von sozialen Diensten, die Lügen, "Fake News" und Empörung in einer neuen Dimension produzieren. Ziel ist es, jene Kräfte des Populismus zu stärken, die ein angeblich verrottetes Establishment und System hinwegfegen wollen, wahlweise für den "Forgotten Man", den "kleinen Mann" oder die "schweigende Mehrheit". Dabei geht es wie bei all diesen Kämpfen um Interessen und Macht, für die gewaltige Ressourcen bereitgestellt werden.

Wichtiger wird es sein, wenn Manipulation ein Massengeschäft der Digitalisierung wird, einen klaren Kopf und die Nerven zu behalten. Wenn der Kampf um Wahrheit ein Business wird, muss jeder noch mehr prüfen, abwägen, nachfragen, nachbohren und seine gewohnte Meinungswelt verlassen. Es gibt keinen Grund, denen Glauben zu schenken, die erst einmal Zerstörung herbeireden, bevor alles wieder gut werden kann. Es gibt keinen Grund, dauernd eine Zukunft heraufzubeschwören, in der uns wahlweise Roboter oder Flüchtlingshorden den mühsam aufgebauten Wohlstand zerstören.

Capital wird Sie, geschätzte Leser, begleiten, wie Sie es von uns gewohnt sind: als Stimme der ökonomischen Vernunft und eines modernen Liberalismus, pragmatisch und weltoffen.

Wir schauen ins kommenden Jahr mit der gleichen Anspannung wie Sie, aber auch mit Neugier, Optimismus und dem tiefen Vertrauen, dass die Probleme, die vor uns liegen, lösbar sind.

Kommen Sie gut ins Neue Jahr - ich wünsche Ihnen für 2017 alles Gute, Erfolg und Zufriedenheit.

Ihr Horst von Buttlar

Interesse an Capital? Hier können Sie sich die iPad-Ausgabe herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten.

Newsletter: „Capital- Die Woche“

Jeden Freitag lassen wir in unserem Newsletter „Capital – Die Woche“ für Sie die letzten sieben Tage aus Capital-Sicht Revue passieren. Sie finden in unserem Newsletter ausgewählte Kolumnen, Geldanlagetipps und Artikel von unserer Webseite, die wir für Sie zusammenstellen. „Capital – Die Woche“ können Sie hier bestellen:


Artikel zum Thema

LESERKOMMENTARE

 

Kommentare Einblenden

Datenschutz

Die Kommentarfunktion "Disqus" wird von der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Moderation

Die Kommentare werden von Capital moderiert. Das heißt, Kommentare werden von der Redaktion freigeschaltet. Kritik und auch in der Sache harte Diskussionen sind willkommen, Beleidigungen werden wir dagegen nicht zulassen. Näheres hierzu finden Sie in unserer Netiquette.