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2016 wird Ihr Jahr der Entdeckungen

, Anja Förster

Haben Sie große Pläne für das neue Jahr? Ein toller Vorsatz wäre ja, sich im neuen Jahr nicht vom Tagesgeschäft auffressen zu lassen. Von Anja Förster

Anja Förster
Anja Förster

Anja Förster ist Autorin von sieben Büchern und Vortragsrednerin auf internationalen Wirtschaftsveranstaltungen. Ihr neues Buch (gemeinsam mit Peter Kreuz) “Macht, was ihr liebt” ist Anfang März erschienen.


Erfolg braucht zwei Dinge

Sich nicht vom Tagesgeschäft auffressen lassen - das ist leichter gesagt als getan, aber machbar, wenn wir erstens verstehen, dass wir an alten Routinen festhalten, und dann zweitens aktiv etwas dagegen unternehmen:

Wir alle pendeln ständig zwischen zwei Polen: Dem „Business as usual“ und den entdeckerischen Tätigkeiten, die unsere Zukunft gestalten. Allerdings leben die meisten von uns aktiv eine enorme Unwucht zugunsten des Tagesgeschäfts. Bequem, aber gefährlich – denn Erfolg bedeutet nicht nur, die tägliche Routine störungsfrei abzuwickeln, sondern auch, sich Zeit für Neues zu nehmen und Wachstumschancen zu erschließen. Beides ist wichtig, denn die Dinge, die uns dahin gebracht haben, wo wir jetzt sind, sind selten auch die, die uns in der Erfolgsposition halten.

Aus dem Tagesgeschäft auszubrechen und Neues auszuprobieren, ist nicht leicht, aber um langfristig erfolgreich zu sein, müssen wir beides tun! Nur diejenigen, die bereits in hochprofitablen Zeiten ihre Erfolgsrezepte hinterfragen und Neues wagen, während die alten Rezepte noch funktionieren, bleiben erfolgreich.

Bleiben Sie also Suchende! Fragen wie: „Was ist es wert, getan zu werden?“ und „Was bringt mich meinen Zielen wirklich näher?“ sind dabei wegweisend. Der Clou aber ist die Gegenfrage: „Was könnte ich denn weglassen?“ – denn so entsteht der Raum für Neues.

Raum schaffen – mit einer Not-to-do-Liste!

Ja, was können Sie weglassen? Natürlich am besten das Lähmende und Energiesaugende aus dem Alltag! Vor etwa drei Jahren habe ich dazu einen Selbstversuch gestartet und den Entschluss gefasst, alles, was ich nicht mehr tun will, auf eine Liste zu setzen: eine Not-to-do-Liste! Und immer, wenn ich mir sage: „Das hätte ich mir echt sparen können“ kommt ein misslungenes Stück Alltag auf die Liste. Dazu braucht es Selbstreflexion, um das Wichtige vom Überflüssigen zu trennen sowie Selbstvertrauen, um „Nein“ zu sagen. Und Selbstdisziplin, denn Sie müssen konsequent sein. Aber der Lohn für die Mühe ist gewaltig, denn der Kopf wird frei fürs Wesentliche.

Was ist das Wesentliche für Sie? Und welche Unwesentlichkeiten stehen dem alltäglich im Weg?

90 Minuten für weniger Stress und mehr Entdeckungen

Leider steht uns jeden Tag einiges im Weg – weil wir nicht „Nein“ sagen oder Menschen, die „nur mal kurz eine Frage haben“ Vorfahrt einräumen.

Und es sind definitiv Unterbrechungen und Kleinigkeiten, die uns Stress machen. Der kanadische Management-Professor Henry Mintzberg beschreibt das in seinem Buch „Managing“, für das er 29 Manager besucht und jeweils einen Tag begleitet hat, so: „Ich erlebte einen Arbeitsalltag voller Hektik und Druck. Vor allem wird die ganze Zeit reagiert. Ständig mussten die Manager Sachen erledigen, die auf sie zukamen.“

Was gegen dieses kleinteilige und reaktive Handeln hilft? Reservieren Sie sich zu Beginn des Tages 90 Minuten, um an wirklich wichtigen Dingen zu arbeiten! Und das funktioniert so: Jeden Abend definieren Sie die wichtigste Aufgabe für den nächsten Tag. Am Morgen ist dann das Handy aus, das Mail-Programm zu und Sie haben keinen Termin. Dann legen Sie los – 90 Minuten lang. Meine Erfahrung mit diesem 90 Minuten Zeitfenster zu Beginn des Tages: Es funktioniert. Natürlich ist es nicht immer einfach, das durchzuhalten. Aber der Versuch lohnt!

Sie können auch damit anfangen, die 90 Minuten einmal pro Woche anzusetzen. Als Chef geben Sie am besten diese Idee an Ihre Leute weiter und lassen sie damit experimentieren. Meine Erfahrung: Unterbrechungsfrei arbeiten reduziert Stress und erhöht den Output – und es macht sehr viel Spaß und eröffnet Perspektiven für Neues!


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