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16.11.2011
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Ines Kolmsee, SKW
Ines Kolmsee, SKW

Top 50 Women

Die erfolgreichsten Geschäftsfrauen

von Sabine Meinert

Mut und Innovationskraft, Kompetenz, Selbstbewusstsein und Einfluss zeichnen die besten Frauen in der Wirtschaft aus. In diesem Jahr drängen neben US-Managerinnen auch Asiatinnen an die Spitze - und zwei Deutsche, darunter SKW-Managerin Ines Kolmsee.

Sie sind noch immer viel zu wenig vertreten - Frauen in den obersten Hierarchieebenen der Wirtschaft. Doch es gibt sie bereits. Die Financial Times kürt jedes Jahr die besten Top-Managerinnen.

Die Siegerin Irene Rosenfeld, Chefin bei Kraft Foods, überzeugte die Juroren vor allem mit ihrer Unerschrockenheit und Handlungsbereitschaft. Akquisitionen, ein Aufsplittung des Nahrungsmittelkonzerns - die 58-Jährige hat einiges auf den Weg gebracht. Und auch wenn sich erst zeigen muss, ob sich die radikale Strategie auszahlen wird - "she is taking hard decisions, she is doing stuff", hieß es aus der Jury lobend.

Unerschrocken, zielstrebig, handlungsstark

Das Hauptkriterium für die Auswahl war, wie gut und wie lange die Frauen ihre Führungspositionen gemeistert im zurückliegenden Jahr haben. Berücksichtigt wurden auch frühere Karrierestops, Größe, Globalität, Komplexität und Erfolg des Unternehmens sowie die Wettbewerbssituation der jeweiligen Branche. Die Prämierten müssen mindestens seit zwölf Monaten auf der obersten Entscheiderebene in ihrem Unternehmen tätig sein, um im Ranking aufzutauchen.

Rosenfeld verdrängte die Vorjahres-Erste Indra Nooyi von Pepsico auf Rang drei, vor allem mit der Zielstrebigkeit, mit der sie schon seit der Universität punkten konnte. "Ich habe einfach nichts darauf gegeben, dass ich irgendwas nicht könnte. Ich bin meinen Weg gegangen und habe vermutet, dass mir der Rest folgen würde." So war es in ihrem ersten Job in einer Werbeagentur, als Chefin der Snacksparte von Pepsico und jetzt bei Kraft. Und hier schüttelt sie alles durch - Führungsebenen, Struktur, Unternehmenskultur. Rente? - Noch lange nicht in Sicht. Rosenfeld will nach der Aufteilung von Kraft in einer der beiden Firmen noch eine wichtige Rolle spielen.

Stammplätze ganz vorn

Weiter nach vorn geschoben hat sich in diesem Jahr auch Güler Sabanci. Die Chefin eines türkischen Industriekonzerns arbeitet sich seit geraumer Zeit immer weiter an die Spitze unter den Top-Business-Frauen. Sie gilt als die First Lady der Wirtschaft in ihrem Heimatland und punktet stetig mit neuen Umsatzrekorden. Ungeduldig im besten Sinne sei sie, beschreiben Freunde die 56-Jährige. Sie selbst sagt: "Man muss flexibel sein. Das einzige, was heutzutage sicher scheint, ist, dass alles unsicher ist."

Auf Rang drei findet sich mit der indischen Pepsico-Managerin Indra Nooyi eine alte Bekannte. Im FT-Ranking hat sie seit Jahren einen Stammplatz ganz weit vorn. Ihr Motto verrät, was sie antreibt: "Denke niemals, dass du bereits angekommen bist. Erinnere dich immer daran, dass es viel mehr gibt, was du nicht weißt, als das was du tust."


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