Berufe der Sparten Produktion, Konstruktion und Logistik wurden im vergangenen Jahr hierzulande am stärksten nachgefragt. Insgesamt machten entsprechende Angebote gut ein Viertel des deutschen Jobmarktes aus, geht aus dem aktuellen
Adecco-Stellenindex hervor. Dafür wertete der Personaldienstleister mehr als 387.000 Annoncen in 40 Printmedien aus.
Der Adecco-Stellenindex wird seit 1995 regelmäßig erhoben und gilt als wichtiger Indikator für den Beschäftigungsmarkt in Deutschland. Die Industrie habe nach der Krise einen enormen Nachholbedarf gehabt, heißt es bei den Arbeitsmarktexperten. Vermutlich sei manche Anzeige sogar mehrmals geschaltet worden, da es nicht mehr überall genug Fachkräfte gebe.
Besonders intensiv nach Mitarbeitern für produktionsnahe Sparten sei in Bremen und Bremerhaven sowie in Sachsen und Thüringen gesucht worden - also in Ländern mit Autoindustrie und -export. Dort habe die Zahl dieser Offerten mehr als 35 Prozent am Stellenmarkt in den gedruckten Medien ausgemacht, fand der Personaldienstleister heraus. Schlusslichter in diesen Berufszweigen waren Berlin und Hamburg. Hier machten diese Stellenanzeigen nur 17 Prozent aller Offerten aus.
Bundesweit gab es für Metallfacharbeiter, Lagerfachkräfte und Kraftfahrer die höchsten Zuwächse an Jobofferten: Hier stieg das Angebot um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein für Servicekräfte, zu denen Kraftfahrer in dieser Auswertung zählen, wurden mehr als 78.000 Stellenanzeigen aufgegeben.
Stark gesucht waren auch medizinische und soziale Berufe: Arbeitnehmer mit solchen Ausbildungen konnten aus gut 70.000 Jobangeboten in gedruckten Medien auswählen. Weiter hoch im Kurs stünden Arzthelferinnen und Pflegeberufe.
Erst danach kommen die kaufmännischen Berufe: Für sie gab es knapp 59.000 Annoncen. Die Zahl der Angebote für betriebswirtschaftliche Aufgaben sei zuletzt sogar leicht rückläufig gewesen. 2010 seien weniger Manager, Finanzfachleute und Experten für Verwaltung und Vertrieb gesucht worden als ein Jahr zuvor. Vor allem der öffentliche Dienst hatte zuletzt weniger neue Mitarbeiter gesucht.











