Durchschnittlich 38.962 Euro erhalten Berufseinsteiger mit Universitätsabschluss bei Top-Arbeitgebern in Deutschland. Auch in Belgien und den Niederlanden wird ähnlich gut gezahlt. Besser werden Berufsanfänger nur in der Schweiz entlohnt - dafür aber ordentlich: rund 56.700 Euro Jahresgehalt sind hier drin. Das ergab der europäische Benchmarkreport des Researchunternehmens CRF.
Der europäische Durchschnittswert lag laut CRF bei 31.388 Euro pro Jahr. Spanien und Großbritannien liegen deutlich darunter. In Italien erhalten die sogenannten Young Professionals mit knapp 22.000 Euro das niedrigste Gehalt. Diese Werte zeigen ein deutliches Nord-Süd-Gefälle innerhalb des Euro-Raums.
Einstiegsgehälter 2009 |
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|---|---|---|---|
Schweiz |
56.700 Euro |
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Deutschland |
38.962 Euro |
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Belgien |
35.719 Euro |
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Niederlande |
35.199 Euro |
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Frankreich |
32.133 Euro |
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Euro-Raum und Schweiz |
31.388 Euro |
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Großbritannien |
rd. 28.000 Euro (umgerechnet) |
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Spanien |
24.432 Euro |
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Italien |
21.882 Euro |
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Quelle: CRF, 2009 |
Interessant sei vor allem, wie die Gehälter zustande kommen, so Thorsten Jacoby von CRF. "In Deutschland sind derzeit beispielsweise nur rund zwölf Prozent des Gehaltes der akademischen Mitarbeiter - mit Ausnahme der Top-Management-Gehälter- an die individuelle Leistung gekoppelt. Damit liegt Deutschland unterhalb des europäischen Durchschnitts von 20 Prozent". In Großbritannien (28,5 Prozent) und der Schweiz (22 Prozent) sind laut Studie die Werte am höchsten.
Zusatz-Anreize setzen
Auffällig ist: Die Arbeitgeber locken auch mit zusätzlichen Anreizen. Beliebt sind betriebsinterne Altersvorsorge-Vereinbarungen oder Pensionskassen, Überstundenbezahlung beziehungsweise -ausgleich. Im autoaffinen Deutschland gewähren 93 Prozent der deutschen Top-Arbeitgeber einen Firmenwagen. Besser können es Berufseinsteiger nur noch in Belgien und Frankreich treffen, so die CRF-Erhebung.
Deutsche Firmen versuchen zudem mit günstigen Angeboten zur Kinderbetreuung zu punkten: 61 Prozent der Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter, um Familie und Beruf besser vereinbar zu machen. Das ist den Researchexperten zufolge Spitze in Europa. Die Verlängerung von Erziehungszeiten wird dagegen hierzulande nicht so gern gesehen.
Viele Firmen entsenden stärker
Neben den Berufsanfängern zeigen sich jedoch auch Chancen für langjährige, erfahrene Mitarbeiter. Denn Trotz Krise und Kosteneinsparungen steigt die Anzahl der Auslandsentsendungen. Allein 40 Prozent der befragten Unternehmen planen, die Anzahl der sogenannten Expatriates weiter zu erhöhen. Vor zwei Jahren lag die Zahl allerdings noch weit höher. Der Vergleich zur New-Economy-Krise stimmt indes optimistisch: Damals wurden Auslandsmitarbeiter in großem Umfang entlassen.
Die wirtschaftliche Entwicklung zwingt die Unternehmen jedoch, auf die Kosten zu schauen. Die Ausgaben zu reduzieren und Vergütungsmodelle anzupassen, gilt daher als Herausforderung für CEOs und Personal-Abteilungen. Immerhin sind Expatriates von Wechselkursschwankungen besonders stark betroffen.









