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24.02.2011
Der Ruf von Business Schools ist maßgebend für den Erfolg
Der Ruf von Business Schools ist maßgebend für den Erfolg
Foto: ddp

Business Schools

Besser eine Schule, die auch forscht

Was macht eine gute Business-Schule aus? Gute Lehrer? Erfolgreiche Absolventen? Oder eher ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeit? Fachleute untersuchten den Zusammenhang zwischen Forschungstätigkeit und der Qualität der MBA-Programme.

Gerade in den letzten Jahren gab es viele Kritiker, die den Business Schulen vorwarfen, Forschung nur noch als reine Ablenkung zu betreiben. Das diene lediglich den Interessen der Fakultät und ginge zu Lasten der Studierenden. Alles falsch - heißt es zumindest in einer Studie der Tuck School of Business und der University of Florida. Peter Golder, Professor an der Tuck, und Co-Autor Debanjan Mitra untersuchten dafür die Forschungsarbeit an 57 amerikanischen Business Schools. ("Does Academic Research Help or Hurt MBA Programmes?"/ "Hilft oder schadet wissenschaftliche Forschung MBA-Programmen?").

Das Ergebnis: Der seit den 60ern zu beobachtende Hang zur Forschung an den führenden Business Schools komme deren Image zugute, so das Ergebnis der Untersuchung. Die wissenschaftliche Arbeit wirke sich sowohl kurz- als auch langfristig positiv aus. Vor allem auf die Wahrnehmung und Bewertung von Business Schools in der Wissenschaftswelt. Der gleiche Effekt zeigt sich aber auch langfristig bei Personalchefs und Studienbewerbern sowie bei den aktuell eingeschriebenen Studierenden, bezogen auf die Qualität ihrer Ausbildung.

In Zahlen ausgedrückt: Wo die Anzahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen kontinuierlich steigt - jährlich um mindestens drei -, steigt eine Business-Schule in der Folge in der Bewertung durch Wissenschaftler - um mindestens einen Rang. Das bedeutet: bessere Ranglisten-Platzierungen, besseres Image, mehr Wertschätzung, größere Chancen, Top-Lehrer und Studenten zu locken. Und: Absolventen dieser Schulen verdienen mehr. Bei ihrer ersten Stelle können sie rund 750 Dollar pro Jahr mehr einstreichen als Absolventen weniger forschungsaffiner Institute.

Dies zeige, dass Forschung tatsächlich - und nicht nur gefühlt - eine wesentliche Rolle spiele, so Golder. "Forschung dient nicht nur dem Selbstzweck und auch nicht nur dem Wohle der Fakultät, sondern stellt eine wichtige, komplementäre Ergänzung zur Lehre dar."

Golder und Mitra hatten in ihrer vor allem auf Langfristigkeit ausgerichteten Untersuchung geprüft, in welcher Weise die Forschungsarbeit von Fakultäten Einfluss nimmt auf die Qualität der Studenten. Dies wurde anhand von Testergebnissen, Notendurchschnitten und Gehältern gemessen. Gleichfalls wurden die Lehre und die Zahl sowie die Qualität wissenschaftlicher Veröffentlichungen zur Bewertung der Fakultät herangezogen. Sie berücksichtigten zudem den Zusammenhang zwischen Forschungsarbeit und der Einstufung der Schulen in Rankings.

"Was uns am meisten überraschte, war der enorm hohe Einfluss auf die subjektive Bewertung vonseiten der Personalchefs", so die Autoren. Ausgehend von den vorliegenden Ergebnissen empfehlen sie, die Amtszeit der Dekane von Business Schools zu verlängern, damit auch diese sich den langfristigen Zielen der Schulen widmen. Darüber hinaus legen sie nahe, aktiv für Forschungsarbeit zu werben - bei Studenten, Personalchefs und Journalisten.

Peter Golder sagte im Video zu den Forschungsergebnissen:


Weitere Informationen unter: http://www.tuck.dartmouth.edu

Weitere Informationen zu MBA und EMBA sowie den aktuellen School-Rankings unter: www.ftd.de/mba


Quelle: ftd.de
© 2011 capital.de

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