Meist ist der Alkohol schuld. Wenn Glühwein, Bier und Schnaps in rauen Mengen fließen und ein ungewohntes Umfeld dazu kommt, ist es nicht weit bis zum totalen Kontrollverlust - und damit häufig bis zum Karriereknick. Das zeigt eine weltweite Umfrage des Karriereportals Monster. Und weil die Weihnachtszeit auch eine ganze Menge Traditionen und Rituale birgt, die ein wenig aus dem Ruder laufen können, lauern gerade bei der Firmenweihnachtsfeier jede Menge Fettnäpfchen.
Von knapp 3700 Befragten aus aller Welt gab beinahe jeder zehnte an, mit Fehlverhalten auf der Firmenparty seiner Karriere geschadet oder sogar seinen Job verloren zu haben. Fast zwei Drittel dagegen sagten, sie hätten noch nie etwas auf einer Büroparty getan, was sie später bereut hätten. Der Rest kann sich offenbar dunkel an Unerfreuliches erinnern, bemerkte aber keine negativen Folgen im Job.
Haben Sie schon einmal bei einer Büroparty etwas getan, was Sie heute bereuen - zum Beispiel zu viel Alkohol getrunken oder einen Kollegen bzw. Vorgesetzen beleidigt? |
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Extrem bereut: Ich wurde wegen meines Verhaltens auf der Büroparty entlassen. |
4 Prozent |
Sehr bereut: Ich habe meiner Karriere/Reputation geschadet. |
5 Prozent |
Kaum bereut: Ich habe mich ein paar Tage geniert. |
14 Prozent |
Nicht bereut: Ich habe mich falsch verhalten, aber es hatte keine negativen Nachwirkungen. |
14 Prozent |
Ich habe noch nie etwas auf einer Büroparty getan, was ich bereut hätte. |
63 Prozent |
Fazit der Trend-Umfrage: Trotz des weihnachtlichen Stimmungshochs sollte man nicht die Kontrolle verlieren. Wildes Knutschen unterm Mistelzweig mit dem Kollegen aus dem Nachbarbüro, den man so anhimmelt, ist keine Empfehlung für höhere Aufgaben. Und: Die meisten Kollegen vergessen den Fehltritt nicht so schnell. Wer sich daneben benimmt, muss schlimmstenfalls bereits direkt nach den Feiertagen den Jahresabschluss mit Zeugen der Entgleisung erarbeiten.
Achtung, Briten!
Besonders vorsichtig sollten der Befragung zufolge Briten sein. Immerhin neun Prozent gaben an, wegen Party-Fehlverhaltens schon mal entlassen worden zu sein. Auch Finnen und Niederländer sollten sich bei wilden Feten zurückhalten. Franzosen behalten dagegen deutlich häufiger die Contenance - nur zwei Prozent gaben an, wegen einer Party gefeuert worden zu sein. 80 Prozent der Franzosen behaupten zudem, noch nie über die Stränge geschlagen zu haben. Auch in Deutschland sind drei Viertel der Arbeitnehmer überzeugt, sich auf Büropartys nie daneben benommen zu haben.
"Partys im Betrieb oder in der Firma wie Weihnachtsfeiern und Sommerfeste sind eine sehr gute Möglichkeit, das Arbeitsklima und den Zusammenhalt im Team zu verbessern", sagt Elke Guhl, Vice President Marketing Central Europe bei Monster. "Allerdings muss man sich bewusst machen, dass die Regeln des professionellen Alltags auch hier gelten." Auf Partys im beruflichen Umfeld sollten Mitarbeiter eher bewusst die Gelegenheit nutzen, Kollegen und Vorgesetzte besser kennenzulernen und ihr Netzwerk auszubauen.
Wer die Firmen-Weihnachtsfeier ohne große Pannen überstanden hat, ist jedoch noch nicht auf der sicheren Seite. Denn es naht die Saison der Neujahrsempfänge und Faschingspartys. Und auch bei letzteren gilt - obwohl häufig deutlich privater angelegt - wenn es um ausgelassenes Feiern mit Kollegen geht: Besser nicht gehenlassen. Sonst ist die Karriere dahin.
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