Die verwalteten Vermögen haben weltweit 2009 wieder das Volumen erreicht, das sie vor dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007 hatten: Sie lagen nach einer Studie zur globalen Wohlstandsentwicklung der Boston Consulting Group (BCG) bei gut 112.000 Milliarden Dollar. Die Studie wurde am Donnerstag in New York vorgestellt. Davon entfallen 37.100 Milliarden Dollar auf Europa und 35.100 Milliarden Dollar auf Nordamerika. Auch die Zahl der Millionärshaushalte lag 2009 mit 11,2 Millionen wieder auf dem Niveau von 2007.
Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr 430.000 Haushalte mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 1 Millionen Dollar gezählt - ein Zuwachs um 23 Prozent. Die meisten Millionäre leben in den USA, wo 4,7 Millionen Haushalte ermittelt wurden. Danach folgt Japan mit 1,2 Millionen.
Für den Zeitraum bis 2014 sagt BCG ein durchschnittliches Wachstum des weltweiten Vermögens um jährlich sechs Prozent voraus. Trotz stetig steigender Volumina wollen die BCG-Berater allerdings noch nicht von einer "Rückkehr zur Normalität" sprechen. Denn das Vertrauen der Kunden in die Banken und Verwalter ist nach wie vor angeschlagen.
Auch die Vermögensverwalter sind noch nicht über den Berg. Trotz der steigenden Anlagen ihrer Kunden mussten sie im vergangenen Jahr weltweit einen Rückgang ihrer Einnahmen um gut sieben Prozent hinnehmen. "Die durchschnittliche Profitabilität der Vermögensverwalter fiel auf 22 Basispunkte - bedingt durch sinkende Einnahmen und eine steigende Kostendeckungsquote", heißt es in der Studie der Berater. Im Jahr 2008 hatte die Profitabilität noch bei 27 Basispunkten gelegen.









