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Wasserfonds - sprudelnde Rendite

, Julia Groth

Wasserfonds, die in Technologieaktien investieren, eignen sich für risikobereite Anleger. Konservativere Varianten nützen niemandem. Von Julia Groth

Sprudelndes Wasser
Wasser ist eine knappe Ressource: gute Chancen für sprudelnde Renditen

Fondsgesellschaften vermarkten Wasserfonds gern als besonders zukunftsträchtige Investments. Ihre Argumentation: Wasser ist eine knappe Ressource und wird deshalb wertvoller. Davon profitieren Unternehmen, die sich wassersparenden Technologien und der Wasseraufbereitung widmen – und letztlich auch Anleger, die Aktien dieser Unternehmen im Depot haben. Im Vergleich mit anderen Fonds, die auf Zukunftstechnologien setzen, fiel die Wertentwicklung von Wasserfonds zuletzt allerdings wenig spektakulär aus. Anleger konnten mit den Produkten zwar solide Renditen erzielen. Von den Traum-Zuwächsen bei Biotechnologiefonds sind Wasserfonds aber weit entfernt.

Ein Blick in die Portfolios der erfolgreichsten Wasserfonds zeigt, warum die Performance niemanden vom Hocker reißt. Statt in Aktien von Zukunftsunternehmen investieren die meisten Manager größtenteils in solide, aber wenig spannende Versorger-Titel. Beispiel „KBC Eco Fund Water“: Zu den größten Positionen im Fonds des belgischen Investmenthauses KBC gehören Aktien von American Water, Severn Trent, Aqua America, United Utilities und ähnlichen Unternehmen, die sich um die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und um die Wiederaufbereitung von schmutzigem Wasser kümmern. Daneben findet sich im Portfolio unter anderem die Aktie des Schweizer Sanitärkonzerns Geberit – ein solider Titel mit guter Wertentwicklung, aber wenig Zukunftsmusik.

Nichts für vorsichtige Investoren

Beim Fonds „Robeco SAM Sustainable Water“, einem der ältesten Wasserfonds auf dem Markt, sieht es ähnlich aus. Immerhin: Neben Versorgern finden sich dort in den Top-Ten-Positionen auch einige interessante Technologieaktien. Das US-Biotechnologie-Unternehmen Thermo Fisher Scientific verkauft Wasseraufbereitungssysteme und widmet sich dem Thema Wassersparen. Auch das US-Unternehmen Xylem hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Trinkwasserprobleme der Welt zu lösen. Die Aktien beider Unternehmen haben zuletzt zur guten Wertentwicklung des Robeco-Fonds beigetragen.

Wasserfonds, die viele Technologiewerte im Portfolio haben, bieten bessere Renditechancen als Fonds, die in erster Linie auf Versorger setzen. Sie bergen aber auch ein höheres Risiko. Das ist für interessierte Investoren allerdings kein Grund, zu Fonds mit hoher Versorger-Quote zu greifen – diese eignen sich nämlich kaum dazu, das Portfolio zu diversifizieren. Aktien von United Utilities und Co finden sich schließlich zur Genüge in breit investierenden Standardwertefonds.

Fazit: Mutige Anleger können Wasserfonds, die wenig auf Versorger und stark auf Zukunftstechnologien setzen, als Baustein für die Portfolio-Diversifizierung nutzen. Vorsichtige Investoren sollten sich von den Produkten dagegen fernhalten.


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