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Tipp der Woche – GK Software

, Christian Scheid

Der Softwareanbieter hat seinen Abwärtstrend gestoppt. Für Kursfantasie könnte aber auch eine mögliche Übernahme durch SAP sorgen.

Kurse © Getty Images

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Nachdem sich der Softwarekonzern SAP Ende 2013 gut fünf Prozent an GK Software sowie Vorkaufsrechte auf den Anteil der Gründerfamilie (49,56 Prozent) gesichert hatte, schoss die Notiz des Anbieters von Standard-Software für den Einzelhandel bis auf 52 Euro nach oben.

Doch dann schmierte der Kurs bis Ende 2015 auf unter 30 Euro ab. Begleitet wurde der Verfall von negativen Geschäftszahlen: 2015 ist GK Software vor allem aufgrund von Abschreibungen im Zusammenhang mit einer größeren Akquisition in den USA tiefer in die roten Zahlen gerutscht.

GK Software-Chart

Doch inzwischen hat sich das Unternehmen dank der deutlich gesteigerten Effizienz im Consulting- und Implementierungsbereich in die schwarzen Zahlen zurückgekämpft. Im ersten Halbjahr blieben vor Zinsen und Steuern 0,29 Mio. Euro als Gewinn (Ebit) hängen, nach minus 2,28 Mio. Euro im Vorjahr. Gleichzeitig kletterte der Umsatz getrieben von starken Lizenzumsätzen um 30,6 Prozent auf knapp 35,1 Mio. Euro. Auch im Gesamtjahr soll der Umsatz deutlich zulegen. Bis 2018 will GK Software die Erlöse um rund 50 Prozent ausweiten und eine Ebit-Marge von mehr als 15 Prozent erreichen.

Auch eine Übernahme durch SAP erscheint weiterhin realistisch. GK Software würde optimal ins Portfolio des deutschen Marktführers passen, der den Kauf zudem „aus der Portokasse“ stemmen könnte. Risikobereite Anleger greifen daher zu.


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