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Osteuropa-Fonds enttäuschen Anleger

, Julia Groth

Russland ist nicht an allem schuld: Nur wenige Osteuropa-Aktienfonds liegen auf Dreijahressicht im Plus. Von Julia Groth

Mit Osteuropa-Fonds hatten Anleger in den letzten Jahren wenig Glück

Der russische Aktienmarkt war 2015 einer der Verlierer des Jahres. Die gute Nachricht für Osteuropa-Anleger: Es gibt durchaus Fonds, die in der Region investieren und russische Titel außen vor lassen. Die schlechte Nachricht: Geholfen hat das kaum. Auch ohne russische Aktien im Portfolio haben Osteuropa-Fonds sowohl in den vergangenen zwölf Monaten als auch auf längere Sicht schlecht abgeschnitten.

Einige wenige Fondsmanager schafften es, in den vergangenen drei Jahren annehmbare Renditen zu erwirtschaften. Ganz vorn steht der Fonds „Apollo Balkan Equity“, aufgelegt vom österreichischen Anbieter Security KAG mit Sitz in Graz. Der Fonds legte in diesem Zeitraum um rund sieben Prozent pro Jahr zu. Viele andere Osteuropa-Aktienfonds machten im selben Zeitraum Verluste.

Beimischung westeuropäischer Aktien

Der Security-Fonds setzt stark auf Aktien serbischer Unternehmen. Sein Konkurrent „Metropole Frontière Europe“, aufgelegt von Metropole Gestion, zieht dagegen rumänische Papiere vor. Das französische Investmenthaus definiert „Grenzeuropa“ auf den ersten Blick sehr frei: Der Fonds mischt Aktien westeuropäischer Unternehmen bei, etwa von der Deutschen Telekom. Damit schaffte er in den vergangenen drei Jahren ein jährliches Plus von rund fünf Prozent. Auf den zweiten Blick hat Metropole aber vor allem Aktien solcher westeuropäischer Unternehmen im Portfolio, die einen großen Teil ihres Geschäfts in Osteuropa tätigen. So ist etwa die Deutsche Telekom in Polen einer der größten Telekommunikationsanbieter.

Das Beimischen westeuropäischer Aktien garantiert indes keinen Erfolg. Das zeigt das Beispiel des Fonds „Danske Invest Eastern Europe Convergence“: In seinem Portfolio finden sich einige Papiere österreichischer Unternehmen, unter anderem Aktien der Erste Group. Trotzdem hat der Fonds sowohl auf lange Sicht als auch kurzfristig Verluste gemacht. Beim Fonds „Finasta New Europe Top20“ aus sieht es ähnlich aus. Er hält unter anderem Aktien britischer und portugiesischer Unternehmen. Genützt hat das nichts – ebenso wenig wie das Weglassen russischer Papiere.


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