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Ich kaufe jetzt…

, Capital-Redaktion

Fondsmanager, Vermögensverwalter und Anlagestrategen verraten ihr Favoriten für das Jahr 2016 (Teil 3)

Ein Händler telefoniert vor einem Bildschirm © Deutsche Börse
Welche Favoriten haben die Profis für 2016?

„Die Aktie von Alibaba ist für uns ein klarer Kauf“

Frank Hagenstein

Burkhard Wagner, Vorstand Partners VermögensManagement AG, München

Am 11. November 2015 war in China wieder „Singles Day“. An diesem Tag wurden die chinesischen Konsumenten von China’s größter Internet-Handelsplattform Alibaba mit teilweise hohen Discounts zu Bestellungen motiviert. Bereits am Mittag waren die Rekordumsätze des Vorjahres in Höhe von 8,6 Mrd. Euro übertroffen. Kein chinesisches Unternehmen sollte mehr von der weiter zunehmenden Konsumbereitschaft der Chinesen profitieren. Die Wachstumsraten in China werden zwar weiter rückläufig sein, jedoch im Vergleich zu anderen Nationen immer noch überdurchschnittlich.

„Die Aussichten bei Biotech-Unternehmen stimmen optimistisch“

Frank Krekel

Frank Krekel, Niederlassungsleiter UNIKAT, Koblenz

Die VW-Affäre und die Angst vor einem Absatzeinbruch in China hatten in den vergangenen Monaten die Daimler Aktie unter Druck gebracht. Sehr solide Quartalszahlen und eine deutliche Absatzsteigerung in China sprechen aber für die Aktie. Die gute Modellpolitik und der Nachholbedarf in Asien unterstreichen den positiven Ausblick des Unternehmens. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp neun und eine Dividendenrendite von rund vier Prozent bieten eine günstige Einstiegsgelegenheit. Unser Kursziel liegt bei 95 Euro.

Auf unserer Einkaufsliste steht auch der europäischer Aktienfonds Jupiter European Growth (ISIN LU 107 497129 9) mit dem Anlageschwerpunkt Technologie, Gesundheit, Industrie und Medien sowie die Schweizer Beteiligungsgesellschaft BB Biotech. Die Korrektur der Biotechbranche nach den jüngsten Aussagen von US-Politikern ist sicherlich etwas übertrieben. Das Beteiligungsunternehmen hat die Korrekturphase genutzt um Positionen weiter auszubauen. Die Produktpipeline der Unternehmen im Portfolio ist gut gefüllt und lässt für die Zukunft entsprechende Kurssteigerungen erwarten.

Biotechnologieunternehmen entwickeln sich immer mehr zu einer ernsthaften Konkurrenz gegenüber der klassischen Pharmaindustrie.

„deutsche Nebenwerte in einem wertorientierten Fonds verpackt“

Jürgen Graw

Jürgen Graw, Vermögensverwalter Taunus Investments, Bad Homburg

Wir favorisieren den Aktienfonds WHC Global Discovery (ISIN: DE 000 A0YJMG 1) der Düsseldorfer Gesellschaft INKA Internationale, der wertorientiert und aktiv das Geld der Anleger investiert. Die jährliche Performance von 13,1 Prozent über drei und 10,4 Prozent über fünf Jahre spricht für sich. Diese erreichte der Fonds mit einem sehr fokussierten Anlageansatz: Das Management konzentriert sich auf Small und Mid Caps in Deutschland und hält sehr engen Kontakt zu den jeweiligen Firmenlenkern. Der Fonds investiert primär in substanzstarken, profitablen Unternehmen, die eine klare Wertperspektive haben. Die Investitionen in strukturellen Wachstumsthemen machen den Fonds unabhängiger von konjunkturellen Trends. Das Fondskonzept fußt auf einem Absolut-Return-Ansatz und vermeidet jegliches Benchmark-Denken.

„Vieles spricht für Texas Instruments“

Max Schott

Max Schott, Geschäftsführer Sand & Schott, Stuttgart

In unserer Sand und Schott Dividendenstrategie suchen wir nach Unternehmen mit solider Bilanz, attraktiven Gewinnmargen und gutem, nachhaltigem Dividendenwachstum. Das US-Technologieunternehmen Texas Instruments erfüllt diese Voraussetzungen, weist ein dynamisches Gewinnwachstum auf und plant darüber hinaus weitere Aktienrückkaufprogramme sowie eine Dividendenerhöhung. Auch auf der Währungsseite sind US-Aktien aufgrund des starken Dollars sinnvoll.

„Wir setzen auf einen starken Dollar und europäische Aktien“

Phillipp Keber

Phillipp Keber, Geschäftsführer Societas Vermögensverwaltung, Düsseldorf

Wir würden jetzt und in den kommenden Wochen und Monaten ETFs auf den deutschen und europäischen Aktienmarkt kaufen. Dazu einen mit einem Sicherheitsnetz ausgestatteten defensiven Aktienfonds, sowie Wandelanleihen von einem darauf spezialisierten Investmenthaus, etwa von Salm-Salm&Partner. Bei Anleihen konzentrieren wir uns auf Dollar-Papiere bonitätsstarker Unternehmen, wie zum Beispiel Microsoft oder Apple. Der erste Zinsschritt der US-Notenbank wird den Dollar stärken und den Euro weiter schwächen – insbesondere dann, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) reagiert und ihre Ankündigung wahrmacht, ihr Ankaufsprogramm zu erhöhen beziehungsweise zu verlängern. Das würde die europäischen Unternehmen stützen und den Aktienmärkten Auftrieb geben. Daher würden sich Anleihen im Dollar und europäische Aktien empfehlen.

Hier geht es zu den beiden anderen Teilen von "Ich kaufe jetzt…": Teil 1 und Teil 2


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