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Fonds im Fokus - DWS Concept ARTS

, Julia Groth

Der Dachfonds zeigt, dass sich Trendfolgemodelle lohnen, wenn es ihnen gelingt, Verluste zu begrenzen. Von Julia Groth

Kursverlauf © Johannes Mink

Der Fonds

Das österreichische Investmenthaus ARTS Asset Management hat sein quantitatives Handelssystem zum Exportschlager gemacht. Mehrere namhafte Fondsgesellschaften haben in den vergangenen Jahren Fonds aufgelegt, die mit dem von den Wienern entwickelten Handelssystem gesteuert werden. Einer der bekanntesten von ihnen ist der Dachfonds DWS Concept ARTS Balanced, initiiert von der Deutschen Asset & Wealth Management (DeAWM).

Unter den global investierenden flexiblen Mischfonds, die für deutsche Privatanleger erhältlich sind, schnitt der Fonds in den vergangenen zehn Jahren am besten ab. Trotz Finanz- und Euro-Schuldenkrise legte er in diesem Zeitraum im Schnitt um rund 5,5 Prozent pro Jahr zu. Noch längerfristige Ergebnisse sind mit Vorsicht zu betrachten: Der im Jahr 1999 aufgelegte Fonds investiert erst seit 2004 nach dem ARTS-System.

Stärken

Das Handelssystem, mit dessen Hilfe der Fonds investiert, spürt Trends an den Märkten auf, auf die das Fondsmanagement dann aufspringen kann. Das Bauchgefühl der Manager spielt für die Anlageentscheidungen keine Rolle. Das ist derzeit von Vorteil: Die Märkte sind unruhig und stark von der Politik der Notenbanken beeinflusst. Menschen, selbst ausgefuchste Profis, verlieren da schnell den Überblick. Ein Trendfolgemodell dagegen lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Und das ARTS-Modell scheint gut zu funktionieren – darauf deutet zumindest die Fondsperformance der vergangenen zehn Jahre hin.

Schwächen

Der DWS Concept ARTS Balanced ist für risikobereite Anleger gedacht, die mehr auf Rendite als auf Sicherheit bedacht sind. Wie bei allen Trendfolgern ist es aber auch bei diesem Fonds so, dass Aufwärtsbewegungen am Markt nicht in vollem Umfang mitgenommen werden. Damit die Computer zum Kauf raten, muss ein Trend stabil sein. Und wenn er erst stabil ist, steht er nicht mehr ganz am Anfang. Der Fonds wird in einem Bullenmarkt also nie so gut abschneiden wie die besten rein aktiv verwalteten flexiblen Mischfonds. Auf der anderen Seite ist es dem ARTS-System allerdings in den vergangenen Jahren gut gelungen, die Verluste zu begrenzen, was sich auf lange Sicht ausgezahlt hat.

Portfolio

Der Fonds investiert derzeit knapp 60 Prozent seines verwalteten Vermögens in Aktien- und fast 40 Prozent in Anleihefonds. Der Rest ist im Geldmarkt geparkt. Neben aktiv verwalteten Fonds, zum Beispiel von Metzler, BNY Mellon oder Danske Invest, kommen auch börsengehandelte Indexfonds (ETFs) zum Einsatz. Dabei verzichtet DeAWM auf die gängige Praxis, vor allem auf Produkte aus dem eigenen Haus zurückzugreifen.

Fazit

Der DWS Concept ARTS Balanced hat sich langfristig bewährt und kann ein solides Konzept vorweisen. Für Anleger auf der Suche nach einem guten Mischfonds, die keine Vorbehalte gegenüber Trendfolgern haben, ist er eine Überlegung wert.


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