Die Bundesbürger stehen der staatlichen Förderung von Wohneigentum über den sogenannten Wohnriester äußerst skeptisch gegenüber. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstitut Innofact im Aufrtrag des Immobilienportale immowelt.de hervor. Demnach stellt kam einer des rund 1000 Befragten der Eigenheimrente gute Noten aus. Nur fünf Prozent der Deutschen halten den Wohnriester für einen gelungenen Versuch, den Erwerb von Wohneigentum zu fördern. Immerhin wurde das Bekanntheitsproblem überwunden: 93 Prozent der Befragten ist die Eigenheimrente mittlerweile bekannt.
Seit über zwei Jahren fördert der Staat selbstgenutztes Wohneigentum mit dem Wohnriester. 2008 wurden selbstgenutzte Wohnimmobilien in die geförderte Altersvorsorge einbezogen. Seitdem gelten die Regelungen der Riester-Förderung auch für den Erwerb oder den Bau selbstgenutzter Wohnimmobilien.
Bei einem Riester-Darlehen kann der Kunde staatliche Zulagen erhalten und sie bis zu einer Höhe von maximal 2100 Euro von der Steuer absetzen. In diesem Fall fließt das Geld nicht weiter in den Vertrag, sondern als Tilgungsrate in den Kredit. Wer Wohnriester für Bausparverträge nutzt, legt über mehrere Jahre Kapital zurück und häuft so Eigenkapital für den Bau oder Kauf einer Immobilie an und benötigt weniger Kredit. Die Beiträge sind während der Ansparphase steuerfrei und müssen erst im Rentenalter versteuert werden.
Rund 45 Prozent der Deutschen sehen laut der Umfrage das Vorhaben sogar als gescheitert an, mit Wohnriester den Immobilienkauf zu erleichtern. Weitere 43 Prozent stehen dem Wohnriester skeptisch gegenüber. Überdurchschnittlich hohen Zuspruch erhält die Eigenheimrente vor allem von Beamten, die zu 15 Prozent von der Förderung überzeugt sind.
Dabei wünschen sich die Deutschen mehr staatliche Unterstützung, um den Traum vom Eigenheim verwirklichen zu können. Dies geht aus einer aktuellen Bevölkerungsumfrage des Beratungsinstituts Prognos in Zusammenarbeit mit dem Allensbach Institut für Demoskopie hervor.
Mehr als 78 Prozent der Kauf- und Bauwilligen seien laut der Umfrage junge Familien und Paare unter 45 Jahre, bei denen die vorhandenen Spareinlagen häufig niedriger sind als bei Paaren im fortgeschrittenen Alter. Um sich den Traum vom Eigenheim erfüllen zu können, spielt die staatliche Förderung eine erhebliche Rolle. Rund 40 Prozent der angehenden Eigentümer geben an, sich ohne öffentliche Förderung die eigenen vier Wände nicht leisten zu können.
Drei Viertel der Menschen, die schon heute Wohneigentum besitzen und dies zum Teil selbst finanziert haben, haben für den Erwerb Fördermittel eingesetzt. 38 Prozent der Bevölkerung befürworten eine Ausweitung der staatlichen Unterstützung.








