"Die Ursache für den Qualitätsverlust ist der enorme Preiswettbewerb", sagt Rechtsanwalt Hans Christian Schwenker, Experte für Baurecht aus Celle. "Dieser führt zu einem verstärkten Einsatz von Subunternehmen, die häufig nicht ausreichend qualifiziert sind" Insgesamt belaufen sich die Mängel auf einen Wert von jährlich 1,4 Milliarden Euro. Im Durchschnitt enthält jedes neue Wohngebäude nach einer aktuellen Studie der Bausachverständigen der Dekra 21 Mängel, die sich auf 9000 Euro summieren.
Rechnet man mögliche Folgeschäden ein, erreichen die Kosten bis zu 27 000 Euro. Schwenker empfiehlt, die Bauarbeiten stets durch einen Architekten überwachen zu lassen. "Vielen Bauherren fehlt das Fachwissen, insofern ist das Geld für einen Spezialisten gut angelegt." Bei der Auswahl von Sachverständigen sollten Bauherren allerdings sorgfältig vorgehen und sich nicht scheuen, Erfahrungsberichte einzuholen.






