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Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland




Immobilienpreise und Mietspiegel: Nürnberg

Die fränkische Großstadt kann sich nicht ausbreiten. Weil es an Platz mangelt,
steigen die Preise. Doch in manchen Vierteln ist der Aufwärtstrend bald ausgereizt. Es könnte so schön sein. „Zum ersten Mal profitieren wir von einer Krise“, sagt Ravan Scholl, Inhaber der gleichnamigen Immobilienagentur. Kapitalanleger haben in den vergangenen zwei Jahren auf den Immobilienmarkt zurückgefunden, weil sie nicht wissen, wo sie ihr Geld sonst anlegen sollen. Das Problem ist nur: Es gibt für sie in Nürnberg kaum noch etwas zu kaufen. „Bevor ein Haus auf den Markt kommt, bietet der Nachbar einen Preis, der unschlagbar ist“, sagt Scholl.

Ganz so dramatisch sieht Siegfried Dengler die Lage nicht. Aber dass „die Situation angespannt ist“, gibt auch der Leiter des Stadtplanungsamts zu. 2012 wurden gerade einmal 1?036 Wohnungen fertiggestellt. Die Zahl deckt nicht einmal die Hälfte des tatsächlichen jährlichen Neubaubedarfs, das hat die NC Group Research für ihren Immobilienmarktbericht ausgerechnet. Nürnberg stößt langsam an seine Grenzen – auch im wörtlichen Sinn: Flüsse und Wälder machen eine Ausdehnung unmöglich. Es gibt kaum noch Baugrundstücke. Schon heute gehört die Stadt zu den am dichtesten besiedelten des Landes.

Dabei braucht die 500.000-Einwohner-Kommune gerade jetzt dringend Nachschub. Vor allem Neubau-Eigentumswohnungen. Und zwar im Zentrum. Noch nie wurden davon so viele verkauft wie im vergangenen Jahr. Im Ranking der Städte mit dem größten Verkaufsvolumen in diesem Segment liegt Nürnberg inzwischen auf Rang acht. Der bundesweite Trend gilt auch in Franken: raus aus dem Grünen, rein in die ...

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Immobilien- und Mietpreise in Nürnberg

Top-Makler

Der Immobilienmarkt in Nürnberg

Die fränkische Großstadt kann sich nicht ausbreiten. Weil es an Platz mangelt,
steigen die Preise. Doch in manchen Vierteln ist der Aufwärtstrend bald ausgereizt. Es könnte so schön sein. „Zum ersten Mal profitieren wir von einer Krise“, sagt Ravan Scholl, Inhaber der gleichnamigen Immobilienagentur. Kapitalanleger haben in den vergangenen zwei Jahren auf den Immobilienmarkt zurückgefunden, weil sie nicht wissen, wo sie ihr Geld sonst anlegen sollen. Das Problem ist nur: Es gibt für sie in Nürnberg kaum noch etwas zu kaufen. „Bevor ein Haus auf den Markt kommt, bietet der Nachbar einen Preis, der unschlagbar ist“, sagt Scholl.

Ganz so dramatisch sieht Siegfried Dengler die Lage nicht. Aber dass „die Situation angespannt ist“, gibt auch der Leiter des Stadtplanungsamts zu. 2012 wurden gerade einmal 1?036 Wohnungen fertiggestellt. Die Zahl deckt nicht einmal die Hälfte des tatsächlichen jährlichen Neubaubedarfs, das hat die NC Group Research für ihren Immobilienmarktbericht ausgerechnet. Nürnberg stößt langsam an seine Grenzen – auch im wörtlichen Sinn: Flüsse und Wälder machen eine Ausdehnung unmöglich. Es gibt kaum noch Baugrundstücke. Schon heute gehört die Stadt zu den am dichtesten besiedelten des Landes.


Dabei braucht die 500.000-Einwohner-Kommune gerade jetzt dringend Nachschub. Vor allem Neubau-Eigentumswohnungen. Und zwar im Zentrum. Noch nie wurden davon so viele verkauft wie im vergangenen Jahr. Im Ranking der Städte mit dem größten Verkaufsvolumen in diesem Segment liegt Nürnberg inzwischen auf Rang acht. Der bundesweite Trend gilt auch in Franken: raus aus dem Grünen, rein in die Stadt.

Vor allem die Generation jenseits der 60 mit überdurchschnittlich hoher Kaufkraft zieht es in die urbanen Gegenden. Die Kinder sind ausgezogen, das Haus am Stadtrand ist viel zu groß. Jetzt wollen sie dorthin, wo das Leben ist. Irgendwo darf das neue Heim natürlich nicht liegen. Die Klientel ist anspruchsvoll. „Die wollen am liebsten vorne das Meer und hinten die Alpen“, sagt Stadtplaner Dengler.

Am ehesten erfüllen die hohen Erwartungen Penthäuser und großzügige Altbauwohnungen in zentraler Lage. Doch solche Objekte sind rar. Und wenn es sie gibt, dann haben die ihren Preis. Während vor ein paar Jahren 3000 Euro pro Quadratmeter noch die absolute Obergrenze markierten, kostet „ein signifikanter Teil der Wohnungen heute schon 4000 Euro pro Quadratmeter“, sagt Hans-Joachim Böttcher von Engel & Völkers. Oder mehr. Am Rand der Altstadt entsteht ein Projekt mit 27 Suiten und Penthäusern. Es gibt eine Eingangshalle wie in einem Luxushotel, die Wohnungen sind bis ins Detail durchdesignt. „Da knacken wir jetzt die 5000 Euro pro Quadratmeter“, sagt Maklerin Sabine Böller.

Im vergangenen Jahr stiegen laut Regionalreport des Maklerverbands IVD in Nürnberg die Preise für alles am Markt, egal ob das Objekt alt, neu, eine Doppelhaushälfte oder eine Eigentumswohnung war. Besonders auffällig war der Anstieg in Top-Lagen. Wer dort ein Häuschen haben will, muss inzwischen bis zu 1,8 Mio. Euro investieren.

Neben den Einheimischen sorgen vor allem institutionelle Anleger dafür, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt. Vor allem jene, die in den sogenannten A-Städten wie München nicht mehr zugreifen, weil die Preise zu hoch und die Renditen zu gering sind. Nürnberg brummt, die Bevölkerung wächst, die Zahl der ­Arbeitsplätze auch. Das macht die Stadt attraktiv.

Selbst private Anleger ziehen Nürnberg inzwischen immer öfter der bayerischen Landeshauptstadt vor. „Die Kaufpreissteigerung lag im vergangenen Jahr über der von München“, sagt Rainer Schaefer, Inhaber der gleichnamigen Agentur.

Die gestiegenen Kaufpreise ­ziehen auch die Mieten nach oben. Allerdings klettern diese laut IVD nicht mehr so schnell wie die Kaufpreise, was „ein kleines Anzeichen für die Stabilisierung des Marktes sein könnte“, so Makler Scholl.

Nach Jahren der Hysterie kehrt ein bisschen Realität in den Markt zurück. „Der Kunde lässt sich nicht mehr auf den Arm nehmen“, sagt Maklerin Böller. Wer sich bei der Ausstattung oder der Vermarktung keine Mühe gibt, kann schon mal auf seinem Angebot sitzen bleiben. „Die Leute schauen ganz genau, was sie kaufen und vor allem wo sie kaufen“, sagt Böller. Die Lage spielt eine zentrale Rolle, vor allem dann, wenn es mal nicht mehr so gut läuft.

Noch lohnt sich der Einstieg in Nürnberg, obwohl die Rendite auch hier auf drei bis vier Prozent gesunken ist. Von 2016 an, prognostizieren die Marktforscher von NC Group Research, werde der Bedarf an Wohnraum zurückgehen und das Angebot die Nachfrage übersteigen. Dann dürfte der Wettbewerb unter den Anbietern in eine neue Phase gehen und die Preise dämpfen. Doch bis dahin bleibt ja noch ein bisschen Zeit.

Gärten hinter der Veste

Die besten Wohnlagen in Nürnberg - Gärten hinter der Veste

Der beliebte Stadtteil zwischen Nordring, Rollner-, Pirckheimer und Bucherstraße hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Durch die neuen U-Bahnhöfe ist die Altstadt noch leichter zu erreichen. In der Grolandstraße entstanden neue Eigentumswohnungen. In der Rollnerstraße 23/27 errichtete der Immobilienentwickler Project PI das Nordstadt-Ensemble: 30 Wohnungen zwischen 53 und 123 Quadratmetern, außerdem Penthouse-Wohnungen mit 164 Quadratmetern. Alle Wohnungen der beiden Objekte waren weit vor Fertigstellung verkauft. Die Quadratmeterpreise sind hier bis auf 3500 Euro gestiegen.

Bislang war das zentrumsnahe Viertel vor allem für die schönsten Altbauten Nürnbergs bekannt. Zwischen Meuschelstraße und Koberger Platz stehen die wenigen echten Jugendstilhäuser der Stadt, die im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurden. Der Stadtteil, der - wie St. Johannis - ursprünglich aus Barockgärten bestand, hat heute kaum noch Grünflächen. Trotzdem wirkt Gärten hier der Veste durch kleine Vorgärten, viele Bäume und begrünte Hinterhöfe aufgelockert.

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