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Immobilienpreise und Mietspiegel: Lübeck

Die guten Viertel sind leer gekauft. Wohnungssuchende und Kapitalanleger nehmen jetzt auch bislang verschmähte Ecken der Stadt ins Visier. Lübeck hat schöne Wohngegenden am Wasser, Lübeck hat die Ostsee vor der Tür, Lübeck hat eine berühmte mittelalter­liche Innenstadt. Was Lübeck nicht hat: ­genug Immobilien auf dem Markt. Vor ­allem in den begehrten Lagen ist das Angebot knapp. Das lässt die Preise auch in diesem Jahr leicht steigen – und bislang weniger attraktive Stadtteile, sprich mittlere bis einfache Lagen, ins Visier von Wohnungssuchenden und Investoren ­rücken. Alles geht. Burkhardt Quinting von Engel & Völkers verkauft derzeit „sogar Objekte, die wir seit Jahren auf dem Markt haben“.

Zu den Topspots zählen neben der Wakenitzlage die Altstadtinsel, alle Wasserlagen in Sankt Jürgen und Sankt Gertrud, der Stadtpark, das Dichterviertel in Sankt Jürgen, Travemünde und das Fischerdorf Gothmund. In diesen Gegenden wird allerdings selten etwas verkauft, und wenn, dann ist es schnell weg – „spätestens nach vier Wochen“, so Makler Quinting.

In den Innenstadtlagen kaufen vor ­allem Senioren. Viele trennen sich von ihrem Haus am Stadtrand, sie wollen ­lieber zentrumsnah wohnen. Die Bauherren reagieren. Mit barrierefreien Eigentumswohnungen wie etwa in den Altstadthöfen. Dafür interessieren sich auch Kapitalanleger. Ganz oben auf der Liste: Eigentumswohnungen um die 100 Quadratmeter.
Um mehr junge Menschen und Familien in die Stadt zu holen, will Lübeck für diese Zielgruppe mehr Wohnraum ausweisen: etwa die Neubaugebiete „Bei der Wasserkunst“ oder auf der nördlichen ...

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Immobilien- und Mietpreise in Lübeck

Der Immobilienmarkt in Lübeck

Die guten Viertel sind leer gekauft. Wohnungssuchende und Kapitalanleger nehmen jetzt auch bislang verschmähte Ecken der Stadt ins Visier. Lübeck hat schöne Wohngegenden am Wasser, Lübeck hat die Ostsee vor der Tür, Lübeck hat eine berühmte mittelalter­liche Innenstadt. Was Lübeck nicht hat: ­genug Immobilien auf dem Markt. Vor ­allem in den begehrten Lagen ist das Angebot knapp. Das lässt die Preise auch in diesem Jahr leicht steigen – und bislang weniger attraktive Stadtteile, sprich mittlere bis einfache Lagen, ins Visier von Wohnungssuchenden und Investoren ­rücken. Alles geht. Burkhardt Quinting von Engel & Völkers verkauft derzeit „sogar Objekte, die wir seit Jahren auf dem Markt haben“.

Zu den Topspots zählen neben der Wakenitzlage die Altstadtinsel, alle Wasserlagen in Sankt Jürgen und Sankt Gertrud, der Stadtpark, das Dichterviertel in Sankt Jürgen, Travemünde und das Fischerdorf Gothmund. In diesen Gegenden wird allerdings selten etwas verkauft, und wenn, dann ist es schnell weg – „spätestens nach vier Wochen“, so Makler Quinting.


In den Innenstadtlagen kaufen vor ­allem Senioren. Viele trennen sich von ihrem Haus am Stadtrand, sie wollen ­lieber zentrumsnah wohnen. Die Bauherren reagieren. Mit barrierefreien Eigentumswohnungen wie etwa in den Altstadthöfen. Dafür interessieren sich auch Kapitalanleger. Ganz oben auf der Liste: Eigentumswohnungen um die 100 Quadratmeter.
Um mehr junge Menschen und Familien in die Stadt zu holen, will Lübeck für diese Zielgruppe mehr Wohnraum ausweisen: etwa die Neubaugebiete „Bei der Wasserkunst“ oder auf der nördlichen Wallhalbinsel. Das Konzept hat sich bewährt, mit solchen Projekten erreichte die Stadt schon im Bornkamp und im Hochschulstadtteil Bevölkerungszuwächse.

Einfamilien- und Reihenhäuser, meist mit Garten, das Ganze großzügig, nicht dicht an dicht – das lockt vor allem Familien nach Bornkamp. Die Quadratmeterpreise für Wohnungen liegen dort bei rund 2200 Euro, Häuser kosten bis zu 500.000 Euro. Bornkamp sells: Von den sechs Eigentumswohnungen in der Carl-Gauß-Straße im gegenüberliegenden Hochschulstadtteil hat die Sparkasse Holstein bereits fast alle verkauft.

Die Immobilienknappheit und die hohen Preise in den begehrten Innenstadt- und Wasserlagen in Lübeck befeuern zunehmend die Nachfrage in Stadtteilen, die bislang kaum ein Investor auf der Rechnung hatte. Allen voran in Sankt Lorenz, „weil dort Eigenheime noch bezahlbar sind“, sagt Maklerin Annegret Möllerherm.
Maklerkollege Mario Drews verweist zudem auf den gestiegenen Standard: „War vor Jahren nur ein geringer Teil der Häuser in Sankt-Lorenz-Nord saniert, so ist es jetzt schon jedes zweite oder dritte.“ Das ziehe eine andere Klientel an. Gern gekauft werden die 80 bis 120 Quadratmeter großen Häuschen mit eigenem Stück Garten, sie kosten unrenoviert ab 90.000 Euro.

Die Friedrich Schütt + Sohn Baugesell­schaft startete im Dezember die Vermarktung der neuen Häuser im Wohngebiet „Am Schützenhof“ in Sankt-Lorenz-Nord. Nach zwei Wochen waren bereits acht der zehn Reihenhäuser verkauft. An der Moislinger Allee in Sankt-Lorenz-Süd baut die Imetas auf dem historischen ­Gelände der Stadtwerke das „Neue Wallufer“. Citynah und direkt am Wasser entstehen vier hochwertige Mehrfamilienhäuser, die mit ihrer sandfarbenen Klinkerfassade das traditionelle Baumaterial der Lübecker Altstadt aufnehmen.

Von den insgesamt 47 Wohnungen sind in den ersten drei Häusern bereits ­alle Eigentumsobjekte verkauft oder reserviert. Die Preise liegen im oberen Segment zwischen 3000 und 3400 Euro, für Penthousewohnungen sogar bei 4000 bis 4200 Euro pro Quadratmeter. Baustart des vierten Hauses ist im Sommer, im Herbst kommenden Jahres sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

Hochschulstadtteil

Die besten Wohnlagen in Lübeck - Hochschulstadtteil

Östlich des Neubaugebietes Bornkamp, rund drei Kilometer südlich der Lübecker Altstadt, befindet sich auf einer Fläche von 230 Hektar in unmittelbarer Nähe zu Universität und Fachhochschule der neue Hochschulstadtteil. Das Ziel war, die Verbindung von Wohnen und Arbeiten, Forschung und Lehre, Entwicklung und Produktion in Einklang zu bringen, sozusagen ein Beitrag zur perfekten Work-Life-Balance. Dafür wurde der neue Stadtteil sogar von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet. Er umfasst rund 2000 Wohneinheiten für 4500 Einwohner. Nicht nur Studenten haben sich hier niedergelassen, sondern auch viele Familien aus dem gehobenen Mittelstand. Eigens für Senioren wurden altersgerechte Wohnungen gebaut. Die Preise für die Mietwohnungen liegen bei sieben Euro pro Quadratmeter, Eigentumswohnungen kosten rund 1350 Euro pro Quadratmeter.

Im Modellprojekt „Wohnen mit Kindern in der Stadt" der Semmelhaack-Gruppe auf einem 5000 Quadratmeter großen Areal zwischen der Carl-Gauß-Straße, der Karoline-Henschel-Straße und der Grace-Hopper-Straße entstehen in zwei Wohnblöcken 124 Mietwohnungen mit zwei bis fünf Zimmern bei einer Größe zwischen 49 und 128 Quadratmetern sowie ein Gebäuderiegel mit zwölf Eigentumswohnungen. Der erste Block ist bereits fertig, die Mieter sind eingezogen. Einige Einfamilienhäuser stehen in Richtung des Landschaftsschutzgebietes, die Preise liegen dort zwischen 220.000 und 500.000 Euro. Die Infrastruktur ist gut mit einer Kindertagesstätten, Grundschule, einer Sporthalle und einem Shopping-Center. Lübecks Innenstadt erreicht man über die B 207 und Busse.

Der aufstrebende Stadtteil gibt sich familienfreundlich und hat eine bauliche Mischung von Häusern mit kleinen Gärten, Wohnblocks mit Miet- und Eigentumswohnungen und moderne Ein- und Mehrfamilienhäuser. Kritiker bemängeln jedoch, dass der Stadtteil zu schnell wächst. Neben dem Bornkamp weist der Hochschulstadtteil als einziger in Lübeck leicht wachsende Bevölkerungszahlen auf, auch wenn die ersten Bewohner ihm bereits wieder den Rücken kehre und sich in Richtung Innenstadt orientieren – sofern sie die passende Wohnung finden.

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