neu Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland




Immobilienpreise und Mietspiegel: Köln

Et hätt noch immer jot jejange! Das hofft man in Köln auch für den Abriss des alten Büroturms der Deutschen Welle in Köln-Raderberg. Die Außenfassade ist teilweise schon abgetragen, bald soll das 138 Meter hohe Gebäude spektakulär gesprengt werden. Ein Weltrekord! Nie zuvor wurde ein so hohes Gebäude auf ­diese Art abgerissen.

Das weithin sichtbare Hochhaus ist ein Relikt aus einer anderen Zeit – architektonisch und bautechnisch. Als es 1974 errichtet wurde, gehörte Asbest noch zu den gän­gigen Baustoffen. Heute kostet seine Entsorgung Millionen. Und doch scheint sich der Aufwand zu lohnen: Nach dem Abriss wollen die Investoren Bauwens und Wohnkompanie dort 750 neue Wohnungen bauen.

„Randständige Büroflächen werden überall zu Wohnanlagen umfunktioniert“, beobachtet Dieter Hagemann, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte der Stadt Köln. „In begehrten Lagen ist heute auch die Nähe zum Bahngleis kein Problem mehr.“

Wo sich früher allenfalls Gewerbe ansiedelte, entstehen mittlerweile Apartments. Der anhaltende Druck auf den Kölner Wohnungsmarkt macht es möglich. Die Ursache dafür: das stetige Bevölkerungswachstum. Noch wird spekuliert, wie kräftig dieses in Köln ausfallen wird. Kommen 100.000 Menschen hinzu? Oder 200.000? Einige Prognosen gehen von mehr als 1,2 Millionen Einwohnern bis 2040 aus. Die unterschiedlichen Vorausschauen machen Planungen schwierig: Eine Studie des Instituts der ...

mehr erfahren
Teilen:

Immobilien- und Mietpreise in Köln

Der Immobilienmarkt in Köln

Et hätt noch immer jot jejange! Das hofft man in Köln auch für den Abriss des alten Büroturms der Deutschen Welle in Köln-Raderberg. Die Außenfassade ist teilweise schon abgetragen, bald soll das 138 Meter hohe Gebäude spektakulär gesprengt werden. Ein Weltrekord! Nie zuvor wurde ein so hohes Gebäude auf ­diese Art abgerissen.

Das weithin sichtbare Hochhaus ist ein Relikt aus einer anderen Zeit – architektonisch und bautechnisch. Als es 1974 errichtet wurde, gehörte Asbest noch zu den gän­gigen Baustoffen. Heute kostet seine Entsorgung Millionen. Und doch scheint sich der Aufwand zu lohnen: Nach dem Abriss wollen die Investoren Bauwens und Wohnkompanie dort 750 neue Wohnungen bauen.

„Randständige Büroflächen werden überall zu Wohnanlagen umfunktioniert“, beobachtet Dieter Hagemann, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte der Stadt Köln. „In begehrten Lagen ist heute auch die Nähe zum Bahngleis kein Problem mehr.“

Wo sich früher allenfalls Gewerbe ansiedelte, entstehen mittlerweile Apartments. Der anhaltende Druck auf den Kölner Wohnungsmarkt macht es möglich. Die Ursache dafür: das stetige Bevölkerungswachstum. Noch wird spekuliert, wie kräftig dieses in Köln ausfallen wird. Kommen 100.000 Menschen hinzu? Oder 200.000? Einige Prognosen gehen von mehr als 1,2 Millionen Einwohnern bis 2040 aus. Die unterschiedlichen Vorausschauen machen Planungen schwierig: Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln rechnet bis 2020 jährlich mit zusätzlichem Bedarf von mindestens 6200 Wohnungen – gebaut wurden 2014 nur rund 4400 Einheiten.

Die Angebotslücke lässt die Preise steigen, vor allem dort, „wo es faktisch kaum Verkauf oder Neubau gibt“, so Hagemann. Etwa in Lindenthal oder in den Villenvierteln Marienburg und Hahnwald, wo Wohneigentum schon immer zurückhaltend gehandelt wurde: Hier erbt man eher.

Der Markt für Ein- bis Zweifamilienhäuser sei in den klassischen guten Lagen angespannt, sagt Burkard Brinkmann von Engel & Völkers in Köln. So griffen Kaufwillige schon mal zu ungewöhnlichen Mitteln. Etwa im gediegenen Auenviertel in Rodenkirchen. „Da legen manche Interessenten bei der ersten Besichtigung bereits eine Kaufzusage vor“, so Brinkmann.

Grundsätzlich müssen Käufer Zeit und auch Kompromissbereitschaft auf der Suche nach der Wunschimmobilie mitbringen. Nicht jeder landet am Ende dort, wo er ursprünglich kaufen wollte. Wer etwa im überaus beliebten Sülz und in der südlichen Innenstadt mit der Severinstraße nicht mehr fündig wird, weicht immer häufiger auf innenstadtfernere Stadtteile wie Zollstock, Raderberg oder Bayenthal aus, weil dort zurzeit noch viele Wohnungen gebaut werden.

Auch das rechte Rheinufer ist inzwischen nicht mehr per se die „schäl Sick“, also die „falsche Seite“: Mülheim hat sich eine Kette von schmucken Wohnhäusern am Wasser zugelegt. Deutz wandelt sich gerade vom alten Industriegelände zum neuen Stadtquartier – mit teils hohen Preisen für Wohneigentum. Im Durchschnitt wurden laut iib-Datenbank 2015 neue Eigentumswohnungen für 3900 Euro pro Quadratmeter gehandelt, das ist deutlich mehr als in etablierten linksrheinischen Vierteln wie Marienburg oder Lindenthal.

Manche sprechen auch dem benachbarten Köln-Kalk eine goldene Zukunft zu. „Einigen ist Mülheim schon wieder zu hip. Die suchen sich deshalb vielleicht Kalk aus“, spekuliert Makler Brinkmann. Grundsätzlich ist er aber genauso zurückhaltend wie viele seiner ortskundigen Kollegen. Immerhin gibt es in dem Viertel kaum gewachsene Strukturen, die Bausubstanz ist alt, die Arbeitslosigkeit hoch. Er schließt aufgrund des großen Wohnungsbedarfs auch Preissteigerungen in Kalk nicht aus, ist dort selbst aber kaum aktiv.

Wozu auch? Andernorts gibt es genug zu tun, wie Schätzungen des Kölner Gutachterausschusses zeigen: Etwa 10.000 Kaufverträge wurden 2015 geschlossen. Dieser Wert ist seit Jahren fast konstant, der Umsatz stieg jedoch deutlich. Allein im vorigen Jahr kletterte er um 600.000 Euro auf mehr als 4,2 Mrd. Euro.

Überzogene Preise wurden in Köln dennoch nur selten gezahlt: Laut Gutachterausschuss stieg der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen im Schnitt um drei Prozent auf rund 3900 Euro pro Quadratmeter. „Köln ist insgesamt ein sehr stabiler Markt“, sagt Roland Kampmeyer. „Starke Ausschläge nach unten und oben wie in anderen Städten kommen hier nicht vor. Vielmehr gibt es seit Jahren eine kontinuierliche Preisentwicklung nach oben“, erklärt der Immobilienmakler.

capital.de, 21.04.2016
Aktuelle Beiträge
Oliver Samwer
Keine Lust mehr auf Rocket Internet mehr lesen
Aluminiumwerk in Frankreich
Eurozone zwischen Wachstum und Nervosität mehr lesen
Statistik
Postfaktische Anti-Terror-Politik mehr lesen
Raus aus dem Büro! mehr lesen
Gesetze im Test: Elternzeit für Väter mehr lesen
Capital Newsletter Capital - Die Woche: jeden Freitag das Beste aus sieben Tagen Capital.
Top Artikel
Burkhard Weller
Burkhard Weller über seine erste Million mehr lesen
Barclays Accelerator
Digitalisierung ist kein Geschäftsmodell mehr lesen
Rotes Sparschwein
Der Lohn des Bausparens mehr lesen
Ein Paar studiert Immobilienanzeigen
Immobilien - Proptechs in den Kinderschuhen mehr lesen
Protest gegen das TTIP-Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA
Warum die Globalisierung einen schlechten Ruf hat mehr lesen

Weitere Immobilienpreise in der Umgebung von Köln

Köln-Mülheim, Stadtteil

Die Rheinlagen sind hier richtig attraktiv. So wundert es kaum, dass entlang des Flusses exklusive Wohnhäuser entstehen. Insgesamt gilt Mülheim als strukturschwach, obwohl ein umfassendes Förderprogramm dem rechtsrheinischen Stadtteil in den vergangenen Jahren mehr Jobs, bessere ...

mehr erfahren
Köln-Humboldt-Gremberg

In Humboldt-Gremberg überwiegen einfache und mittlere Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 1.968 €/m² angeboten,
Eine Betrachtung der Preise für Bestandswohnungen zeigt ...

mehr erfahren
Köln-Kalk, Stadtteil

In Kalk überwiegen mittlere und einfache Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 2.264 €/m² angeboten,
Eine Betrachtung der Preise für Bestandswohnungen zeigt über alle ...

mehr erfahren
Köln-Raderberg

In Raderberg überwiegen gute und sehr gute Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 3.171 €/m² angeboten, Neubauwohnungen kosten im Schnitt 4.016 €/m².
Eine Betrachtung der ...

mehr erfahren
Köln-Höhenberg

In Höhenberg überwiegen mittlere und gute Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 1.917 €/m² angeboten, Neubauwohnungen kosten im Schnitt 3.084 €/m².
Eine Betrachtung der ...

mehr erfahren
Köln-Poll

In Poll überwiegen mittlere und gute Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 2.656 €/m² angeboten,
Eine Betrachtung der Preise für Bestandswohnungen zeigt über alle Lagen ...

mehr erfahren
Köln-Riehl

In Riehl überwiegen gute und sehr gute Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 2.824 €/m² angeboten,
Eine Betrachtung der Preise für Bestandswohnungen zeigt über alle Lagen ...

mehr erfahren
Köln-Mauenheim

In Mauenheim überwiegen mittlere und gute Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 2.676 €/m² angeboten,

Mietpreise
Betrachtet man Bestandswohnungen liegen die ...

mehr erfahren
Köln-Vingst

In Vingst überwiegen mittlere und einfache Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 2.050 €/m² angeboten,
Eine Betrachtung der Preise für Bestandswohnungen zeigt über alle ...

mehr erfahren
Köln-Bilderstöckchen

In Bilderstöckchen überwiegen mittlere und einfache Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 2.570 €/m² angeboten, Neubauwohnungen kosten im Schnitt 3.240 €/m².
Eine ...

mehr erfahren
Weitere aktuelle Artikel auf Capital.de
  • Interview
Patrick Kolb

"Ohne Strom geht gar nichts"

Fondsmanager Patrick Kolb investiert in Sicherheit. Für ihn umfasst das Lebensmitteltests, Lok-Bremsen und die Stromversorgung. mehr lesen

  • Management
Ausprobieren, mitgestalten, mitentscheiden: Wenn Mitarbeiter am Prozess beteiligt sind, kann digitale Transformation gelingen.

Digitalisierung muss Mitarbeiter begeistern

Mitarbeiter müssen die digitale Transformation mitgestalten können. Von Klaus Schwab mehr lesen

  • Banken
Ein Mann steht an einem Geldautomaten

Banken bitten zur Kasse

Fast alle Geldinstitute erhöhen die Preise für Konten. Noch geht es aber auch viel billiger mehr lesen