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Immobilienpreise und Mietspiegel: Kiel

Der Immobilienmarkt hat endlich wieder Fahrt aufgenommen: Viele Senioren trennen sich angesichts steigender Preise von ihren Häusern und ziehen in zentrumsnahe Neubauwohnungen. Ihre Anwesen finden trotz Renovierungsbedarfs sofort einen Käufer. Kiel ist ein Netto-Einwohner-Importeur. Will heißen, es ziehen mehr hin als weg. Das ist nichts Neues, der Trend hält seit Jahren an, die Nachfrage nach Wohnraum steigt und steigt. Vor allem in den gefragten Lagen. Wer Geld hat, will Villen oder große moderne und manchmal auch seniorengerechte Eigentumswohnungen in Düsternbrook, Holtenau, Schilksee, Strande und auch Kitzeberg am Ostufer. Die jüngere Generation sucht dagegen eher Wohnungen in den lebendigen ­innerstädtischen Gebieten, sprich Ravensberg, Blücherplatz, Bruns­wik, Damperhof und Schreventeich. So weit ist alles beim Alten.

Neu ist: Es kommt Bewegung in den Markt. Endlich, heißt es bei den Suchenden. Bislang hat die Stadt sich schwer­getan, der Nachfrage ein entsprechendes Angebot entgegenzustellen – jetzt geht wieder was.

Die Stadtplaner haben an der einen oder anderen Stelle Bauvorhaben projektiert. Vor allem aber: Die potenziellen Verkäufer verlieren offenbar allmählich die Angst vor Finanzkrise und Inflation und klammern sich nicht mehr an ihren Grundbesitz. „Die Zurückhaltung bei den Verkäufern hat sich aufgelöst“, stellt Immobiliengutachter Ralf Colditz von Otto Stöben fest.

Angesichts des Höhenflugs bei den Immobilienpreisen trennen sich die meist ­älteren Besitzer von ihren zu groß ge­wordenen Häusern. Sie kaufen statt­dessen seniorengerechte Eigentumswohnungen, am liebsten Neubauten, die in absehbarer Zeit nicht modernisiert werden müssen. Bei den frei werdenden ...

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Immobilien- und Mietpreise in Kiel

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Der Immobilienmarkt in Kiel

Der Immobilienmarkt hat endlich wieder Fahrt aufgenommen: Viele Senioren trennen sich angesichts steigender Preise von ihren Häusern und ziehen in zentrumsnahe Neubauwohnungen. Ihre Anwesen finden trotz Renovierungsbedarfs sofort einen Käufer. Kiel ist ein Netto-Einwohner-Importeur. Will heißen, es ziehen mehr hin als weg. Das ist nichts Neues, der Trend hält seit Jahren an, die Nachfrage nach Wohnraum steigt und steigt. Vor allem in den gefragten Lagen. Wer Geld hat, will Villen oder große moderne und manchmal auch seniorengerechte Eigentumswohnungen in Düsternbrook, Holtenau, Schilksee, Strande und auch Kitzeberg am Ostufer. Die jüngere Generation sucht dagegen eher Wohnungen in den lebendigen ­innerstädtischen Gebieten, sprich Ravensberg, Blücherplatz, Bruns­wik, Damperhof und Schreventeich. So weit ist alles beim Alten.

Neu ist: Es kommt Bewegung in den Markt. Endlich, heißt es bei den Suchenden. Bislang hat die Stadt sich schwer­getan, der Nachfrage ein entsprechendes Angebot entgegenzustellen – jetzt geht wieder was.


Die Stadtplaner haben an der einen oder anderen Stelle Bauvorhaben projektiert. Vor allem aber: Die potenziellen Verkäufer verlieren offenbar allmählich die Angst vor Finanzkrise und Inflation und klammern sich nicht mehr an ihren Grundbesitz. „Die Zurückhaltung bei den Verkäufern hat sich aufgelöst“, stellt Immobiliengutachter Ralf Colditz von Otto Stöben fest.

Angesichts des Höhenflugs bei den Immobilienpreisen trennen sich die meist ­älteren Besitzer von ihren zu groß ge­wordenen Häusern. Sie kaufen statt­dessen seniorengerechte Eigentumswohnungen, am liebsten Neubauten, die in absehbarer Zeit nicht modernisiert werden müssen. Bei den frei werdenden Häusern wiederum greifen gern Familien zu, die die Renovierungsbedürftigkeit nicht abschreckt.

In Kiel wird gekauft, was auf den Markt kommt, – und es wird wieder ­gebaut. Ein Ende der Zurückhaltung auch hier. Carsten Stöben vom Maklerhaus Otto Stöben berichtet von einer „deutlich gestiegenen“ Nachfrage nach Baugrund. Dass der jetzt wieder in zentralen Lagen zu haben ist, gibt einen zusätz­lichen Schub.

Bestes Beispiel: die Bebauung in der Moltkestraße in Düsternbrook, eines der ambitioniertesten Projekte. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen mit den ehemaligen Bewohnern werden die Reihenhäuser aus den 50er-Jahren abgerissen und schicke Neubauten an ihre Stelle gesetzt.

Peter Plambeck von GVI Immobilien: „Der Dornröschenschlaf im Wohnungsneubau in Kiel ist vorbei, die Projektentwickler bedienen endlich die erhöhte Nachfrage.“

Für Kapitalkleinanleger interessant sein dürfte das Neubauprojekt Kiel-­Carree im zwei Kilometer südwestlich von Kiels Innenstadt gelegenen Hassee. Auf dem rund 4800 Quadratmeter großen Gelände der alten Brauerei in der Braustraße entstehen 84 Zwei- bis Vierzimmereigentumswohnungen von 1950 bis 2300 Euro pro Quadratmeter. Anleger können dort mit einer Rendite von vier bis fünf Prozent rechnen.

Kitzeberg

Die besten Wohnlagen in Kiel - Kitzeberg

Auf der Sonnenseite der Kieler Förde, den Blick gen Westen, liegt Kitzeberg. Die Wohnlage ist bei Kielern beliebt, auch wenn der Ort zum Landkreis Plön gehört. Viel Wald und Grün sowie der 1902 gegründete Golfplatz machen ihn für Ruhesuchende attraktiv.

Wer den direkten Fördeblick haben will, muss nicht nur das nötige Kapital, sondern auch Geduld haben. Nur wenige Grundstücke stehen in erster Reihe. Der Preis für Villen liegt schnell über 1,2 Mio. Euro. Deutlich erschwinglicher wird es in den hinteren, immer noch sehr guten Reihen. Hin und wieder kommt eines der Häuser aus den 50er- und 60er- Jahren zu Preisen um die 280.000 Euro auf den Markt. Dann jedoch muss der künftige Besitzer noch einiges in die Sanierung investieren. Das geringe Angebot hält die Preise hier stabil und macht Kitzeberger Immobilien zu einer guten Langfristanlage.

Schulensee

Die besten Wohnlagen in Kiel - Schulensee

Rund fünf Kilometer südlich von Kiel werden Familien fündig, die ein ruhiges Häuschen im Grünen aus den 70er Jahren oder eine Villa mit altem Baumbestand und Blick auf den Schulensee suchen. Die Infrastruktur ist gut, Kindergärten, Grund- und Hauptschule, Supermarkt und Arztpraxen sind vor Ort. Ins Kieler Zentrum gelangen Schulenseer in wenigen Minuten mit dem Auto über die B404 oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Lagen sind gut bis sehr gut, die Preise für Eigenheime starten ab 250.000 Euro. „Eine der begehrtesten Lagen ist der Kleine Eiderkamp“, sagt Peter Plambeck von GVI Immobilien. Dort kosten die Villen bis zu 600.000 Euro. Wer eine gute Wohnlage zu bezahlbaren Preisen sucht, sollte sich gen Schulensee orientieren. Im Laufe des letzten Jahres kamen mehrere Eigentumswohnungen auf den Markt für durchschnittlich 2150 Euro.

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