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Immobilienpreise und Mietspiegel: Hamburg-Othmarschen

Von Susanne Osadnik

Othmarschen ist ein Stadtteil, der wegen seiner Nähe zu seiner  internationalen Schule von ausländischen Managern und Diplomaten bevorzugt wird. In 15 S-Bahnminuten ist man in der Innenstadt. Wohlsituiert das Publikum, dezent schick die Umgebung, edel die wenigen Restaurants. Wer es sich leisten kann, kauft eine der wenigen und sündhaft teuren Villen an der Elbchaussee, die zu Liebhaberpreisen gehandelt werden.

Aber auch weiter weg von Hamburgs großem Fluss, halten sich die Preise. Und das trotz augenscheinlicher Nachteile. Denn die Elbchaussee ist eine Durchgangsstraße, viel befahren und laut. Und der Airbus fliegt über die teuersten Ecken von Othmarschen. Das scheint dem Preisniveau nicht zu schaden: Eigentumswohnungen kosten mehr als 5800 Euro je Quadratmeter, frei stehende Einfamilienhäuser erreichen Millionenwerte.

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Immobilien- und Mietpreise in Hamburg-Othmarschen

Der Immobilienmarkt in Hamburg-Othmarschen

Von Susanne Osadnik

Othmarschen ist ein Stadtteil, der wegen seiner Nähe zu seiner  internationalen Schule von ausländischen Managern und Diplomaten bevorzugt wird. In 15 S-Bahnminuten ist man in der Innenstadt. Wohlsituiert das Publikum, dezent schick die Umgebung, edel die wenigen Restaurants. Wer es sich leisten kann, kauft eine der wenigen und sündhaft teuren Villen an der Elbchaussee, die zu Liebhaberpreisen gehandelt werden.

Aber auch weiter weg von Hamburgs großem Fluss, halten sich die Preise. Und das trotz augenscheinlicher Nachteile. Denn die Elbchaussee ist eine Durchgangsstraße, viel befahren und laut. Und der Airbus fliegt über die teuersten Ecken von Othmarschen. Das scheint dem Preisniveau nicht zu schaden: Eigentumswohnungen kosten mehr als 5800 Euro je Quadratmeter, frei stehende Einfamilienhäuser erreichen Millionenwerte.

An der Schnittstelle zwischen Bahrenfeld, Ottensen und Othmarschen hat vor allem das Großprojekt „Othmarscher Höfe“ für steigende Preise gesorgt – aber, auch für immer mehr flächendeckenden Wohnraum. Das zuständige Bauamt Altona gab zu, man sei bei diesem Neubaugebiet in Bezug auf Dichte der Bebauung an „die Grenzen des rechtlich Möglichen gegangen." Insgesamt sind auf dem 5,6 Hektar großen Gelände mehr als 920 Miet- und Eigentumswohnungen gebaut worden.

Für gewöhnlich protzen Hanseaten nicht. Aber wird ihre Stadt mit positiven Superlativen überschüttet, widerspricht auch niemand. So auch diesem nicht: Wer je in die Welt gesetzt hat, „die Elbvororte sind das größte zusammenhängende Villengebiet Europas“, weiß niemand so genau. Ebenso wenig, ob es stimmt. Macht aber auch nichts. Hier wird residiert, egal wie klein die Hütte ist.

Das Wohnen in Blankenese, Othmarschen, Klein und Groß Flottbek, Rissen oder Nienstedten ist schon immer etwas teurer gewesen. Daran war man hier gewöhnt. Die Preissprünge der vergangenen Jahre lassen jetzt jedoch so manchen potenziellen Käufer schlucken.

Das „klassische Kaufobjekt“. Darunter versteht man hier ein Haus mit rund 250 Quadratmetern Wohnfläche und einem Grundstück von rund 1000 Quadratmetern. Noch vor wenigen Jahren wäre so etwas locker unter einer Million Euro zu haben gewesen. Das ist vorbei. Allein die Grundstückspreise liegen in Blankenese zwischen 800 und 1300 Euro den Quadratmeter. Unverbauter Elbblick ist kaum mehr zu bezahlen: Häuser in diesen Lagen sind nicht mehr unter einer Million Euro zu bekommen.

Die Preise für Wohneigentum sind abenteuerlich, die Elbvororte dennoch der Hit bei Käufern – und auch bei Verkäufern. Die können richtig Kasse machen. Denn Blankenese, Groß Flottbek und Nienstedten sind Dauerbrenner für schickes Wohnen. Fast zehn Prozent des gesamten Angebots an neuen Luxuswohnungen im vergangenen Jahr entfiel auf diese Stadtteile. Inzwischen werden durchschnittlich 7.600 Euro für den Quadratmeter Neubau gezahlt. In Nienstedten musste man aufgrund einiger sehr exklusiver Bauprojekte 2016 schon mit durchschnittlich 9000 Euro rechnen.

Betrachtet man das gesamte Angebot an Eigentumswohnungen in den Elbvororten, liegen die Preise zwischen 5100 und 5400 Euro pro Quadratmeter. Das Maklerhaus Grossmann & Berger sieht für dieses Jahr allerdings weitere Preissteigerungen zwischen 6 und 8,5 Prozent. Die ohnehin schon hochpreisigen Einfamilienhäuser und Villen könnten sich dagegen nur noch moderat um 1,4 bis 2,7 Prozent verteuern.

capital.de, 28.03.2017
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