neu Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland




Immobilienpreise und Mietspiegel: Hamburg

Silvio – der Name gefällt dem Hamburger, weil er mit seinem tatsächlichen Namen nichts zu tun hat und ausländisch klingt. Seine Familie lebt in dritter Generation in Deutschland und besitzt ein Eigenheim in Rissen – nicht weit weg von den Flächen, auf denen demnächst Flüchtlingsunterkünfte entstehen sollen. Silvio ist davon nicht begeistert und hat gleichwohl ein schlechtes Gewissen. „Meine Familie ist auch mal aus purer Not nach Deutschland gekommen; deshalb verstehe ich die Menschen, die hierherfliehen. Es sind aber zu viele, die hier untergebracht werden sollen“, sagt der 37-Jährige.

Die Rissener haben Druck gemacht, und der Senat hat eingelenkt. Jetzt sollen nur noch 400 Wohneinheiten statt der geplanten 800 gebaut werden. Das sind immer noch zu ­viele, finden die Anwohner. Manch einer denkt darüber nach wegzuziehen – so wie Silvio.

Andreas Gnielka hält nichts von Panikmache. „Wir raten Kunden, ruhig zu bleiben und nichts zu überstürzen“, sagt der Bereichsleiter Wohn­immobilien des Makler­unternehmens Grossmann?&?Berger (G&B). „Uns ist nicht bekannt, dass bislang auch nur eine Immobilie mit Preisabschlag ­verkauft wurde, weil nebenan Asylbewerber eingezogen sind.“

Zumal noch gar nicht klar ist, wo tatsächlich gebaut wird und wie umfangreich. Denn überall, wo Großsiedlungen geplant sind, gehen die Hamburger auf die Straße und erwirken Baustopps: in Klein Borstel, Lokstedt, Lemsahl-Mellingstedt. ...

mehr erfahren
Teilen:

Immobilien- und Mietpreise in Hamburg

Der Immobilienmarkt in Hamburg

Silvio – der Name gefällt dem Hamburger, weil er mit seinem tatsächlichen Namen nichts zu tun hat und ausländisch klingt. Seine Familie lebt in dritter Generation in Deutschland und besitzt ein Eigenheim in Rissen – nicht weit weg von den Flächen, auf denen demnächst Flüchtlingsunterkünfte entstehen sollen. Silvio ist davon nicht begeistert und hat gleichwohl ein schlechtes Gewissen. „Meine Familie ist auch mal aus purer Not nach Deutschland gekommen; deshalb verstehe ich die Menschen, die hierherfliehen. Es sind aber zu viele, die hier untergebracht werden sollen“, sagt der 37-Jährige.

Die Rissener haben Druck gemacht, und der Senat hat eingelenkt. Jetzt sollen nur noch 400 Wohneinheiten statt der geplanten 800 gebaut werden. Das sind immer noch zu ­viele, finden die Anwohner. Manch einer denkt darüber nach wegzuziehen – so wie Silvio.

Andreas Gnielka hält nichts von Panikmache. „Wir raten Kunden, ruhig zu bleiben und nichts zu überstürzen“, sagt der Bereichsleiter Wohn­immobilien des Makler­unternehmens Grossmann?&?Berger (G&B). „Uns ist nicht bekannt, dass bislang auch nur eine Immobilie mit Preisabschlag ­verkauft wurde, weil nebenan Asylbewerber eingezogen sind.“

Zumal noch gar nicht klar ist, wo tatsächlich gebaut wird und wie umfangreich. Denn überall, wo Großsiedlungen geplant sind, gehen die Hamburger auf die Straße und erwirken Baustopps: in Klein Borstel, Lokstedt, Lemsahl-Mellingstedt. Andernorts werden Klagen vorbereitet, etwa in Eppendorf oder in Bergedorf, wo eine der größten Siedlungen mit „Expresswohnungen“ entstehen soll. 5600 zusätzliche Einheiten will man so schnell wie möglich errichten. Hinzu kommen die ohnehin schon geplanten 6000 Wohnungen pro Jahr, die Hamburg nach eigenen Berechnungen benötigt, um der steigenden Nachfrage zu begegnen. In 15 Jahren sollen an der Elbe knapp 1,9 Millionen Menschen leben – 7,5 Prozent mehr als heute.

Für Kapitalanleger sind das gute Nachrichten. So ist Matthias Klupp vom Researchhaus Analyse?&?Konzepte sicher, dass sich in den kommenden fünf bis zehn Jahren niemand sorgen muss, seine Wohnung nicht vermieten zu können. „Wer sich jetzt zum Kauf entschließt, sollte sich aber vor allem in Vierteln mit moderaten Preisen umsehen, in denen nicht zu einseitige soziale Strukturen herrschen“, sagt der Stadtforscher.

Welche Quartiere nach vorn drängen, ist umstritten. Grossmann &?Berger nennt unter anderem Billstedt, Bramfeld – und Rissen. „Wir finden dort eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, vielfältige Naherholungsangebote und Immobilienpreise mit Luft nach oben“, sagt Frank Stolz, Leiter Neubau-Immobilien bei G&B. In diesem Jahr sollen sie seinen Prognosen zufolge bereits kräftig anziehen: in Rissen etwa um neun Prozent, in Bramfeld um sieben Prozent.

Solche Preissteigerungen liegen deutlich über den Werten für das gesamte Stadtgebiet. Daten des iib-Instituts zufolge mussten Käufer einer Neubauwohnung in Hamburg im vergangenen Jahr durchschnittlich 4500 Euro pro Quadratmeter ausgeben, das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Grund für den vergleichsweise moderaten Anstieg ist die Erschließung von Baugebieten in Stadtteilen, die bislang weniger gefragt waren. „Der Druck auf die guten und sehr guten Lagen steigt, deshalb weichen Käufer zunehmend auf mittlere oder C-Lagen aus“, beobachtet Andreas Gnielka. Zuletzt wurden sogar in Stadtteilen wie Tonndorf oder Lurup Projekte entwickelt; dort sind die Grundstückspreise deutlich güns­tiger als in anderen Gegenden.

capital.de, 21.04.2016
Aktuelle Beiträge
Klettern – vom Büro an die Wand mehr lesen
Oliver Samwer
Keine Lust mehr auf Rocket Internet mehr lesen
Aluminiumwerk in Frankreich
Eurozone zwischen Wachstum und Nervosität mehr lesen
Statistik
Postfaktische Anti-Terror-Politik mehr lesen
Raus aus dem Büro! mehr lesen
Capital Newsletter Capital - Die Woche: jeden Freitag das Beste aus sieben Tagen Capital.
Top Artikel
Bernd Ziesemer
Audi und die drei Affen mehr lesen
Burkhard Weller
Burkhard Weller über seine erste Million mehr lesen
Barclays Accelerator
Digitalisierung ist kein Geschäftsmodell mehr lesen
Rotes Sparschwein
Der Lohn des Bausparens mehr lesen
Ein Paar studiert Immobilienanzeigen
Immobilien - Proptechs in den Kinderschuhen mehr lesen

Weitere Immobilienpreise in der Umgebung von Hamburg

Hamburg-Rotherbaum

Überall rund um die Alster werden in Rotherbaum, Harvestehude, Hoheluft Ost, Uhlenhorst, Winterhude oder Eppendorf Baulücken mit noblen Immobilien aufgefüllt. Immer kleine Einheiten, fast immer luxuriös. Und aufgrund geringer Anzahl heiß begehrt. In jüngster Zeit ist besonders viel ...

mehr erfahren
Hamburg-Hammerbrook

Büroblocks, Autowerkstätten, Parkplätze: Hammerbrook gehört nicht zu den Stadtteilen, die man sofort ins Herz schließt. Trotzdem räumt Thomas Klinke der Gegend gute Chancen ein. „Man muss sich für neue Standorte öffnen“, sagt der Chef von Thomas Klinke Immobilien, auch wenn es noch ...

mehr erfahren
Hamburg-Hoheluft-Ost

Überall rund um die Alster werden in Rotherbaum, Harvestehude, Hoheluft Ost, Uhlenhorst, Winterhude oder Eppendorf Baulücken mit noblen Immobilien aufgefüllt. Immer kleine Einheiten, fast immer luxuriös. Und aufgrund geringer Anzahl heiß begehrt. In jüngster Zeit ist besonders viel ...

mehr erfahren
Hamburg-Harvestehude

Überall rund um die Alster werden in Rotherbaum, Harvestehude, Hoheluft Ost, Uhlenhorst, Winterhude oder Eppendorf Baulücken mit noblen Immobilien aufgefüllt. Immer kleine Einheiten, fast immer luxuriös. Und aufgrund geringer Anzahl heiß begehrt. In jüngster Zeit ist besonders viel ...

mehr erfahren
Hamburg-Rothenburgsort

In Rothenburgsort überwiegen einfache und mittlere Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 3.223 €/m² angeboten, Neubauwohnungen kosten im Schnitt 3.724 €/m².
Eine ...

mehr erfahren
Hamburg-Hoheluft-West

In Hoheluft-West überwiegen sehr gute und gute Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 4.173 €/m² angeboten, Neubauwohnungen kosten im Schnitt 5.002 €/m².
Eine Betrachtung ...

mehr erfahren
Hamburg-Hamburg-Altstadt

In Hamburg-Altstadt überwiegen gute und sehr gute Wohnlagen.
Kaufpreise
Neubauwohnungen kosten im Schnitt 12.418 €/m².

Mietpreise
Betrachtet man Bestandswohnungen liegen die Mietpreise aktuell bei 9,95 €/m², für ...

mehr erfahren
Hamburg-Eilbek

In Eilbek überwiegen mittlere und gute Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 3.499 €/m² angeboten, Neubauwohnungen kosten im Schnitt 4.320 €/m².
Eine Betrachtung der ...

mehr erfahren
Hamburg-Borgfelde

In Borgfelde überwiegen mittlere Wohnlagen.
Kaufpreise
Eigentumswohnungen aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) werden im Schnitt zu 3.576 €/m² angeboten,
Eine Betrachtung der Preise für Bestandswohnungen zeigt über alle Lagen ...

mehr erfahren
Hamburg-Kleiner Grasbrook

In Kleiner Grasbrook konnte keine vorherrschende Wohnlage bestimmt werden.

Mietpreise
Betrachtet man Bestandswohnungen liegen die Mietpreise aktuell bei 9,39 €/m²,
Mietrendite
Die Bruttomietrenditen für Bestandswohnungen ...

mehr erfahren
Weitere aktuelle Artikel auf Capital.de
  • Wiedervorlage

Gesetze im Test: Elternzeit für Väter

Was haben Gesetze eigentlich bewirkt, nachdem sie verabschiedet wurden? Diesmal im Test: Elternzeit für Väter mehr lesen

  • Interview
Patrick Kolb

"Ohne Strom geht gar nichts"

Fondsmanager Patrick Kolb investiert in Sicherheit. Für ihn umfasst das Lebensmitteltests, Lok-Bremsen und die Stromversorgung. mehr lesen

  • Management
Ausprobieren, mitgestalten, mitentscheiden: Wenn Mitarbeiter am Prozess beteiligt sind, kann digitale Transformation gelingen.

Digitalisierung muss Mitarbeiter begeistern

Mitarbeiter müssen die digitale Transformation mitgestalten können. Von Klaus Schwab mehr lesen