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Immobilienpreise und Mietspiegel: Frankfurt am Main

Frankfurt sieht sich gern als Stadt der Superlative: die höchsten Bürotürme, die größten Banken, die meisten Pendler. Auch der Immobilienmarkt produziert Rekorde; etwa als im vorigen Herbst ein 400 Quadratmeter großes Penthouse vis-à-vis der Alten Oper vermietet wurde. Es krönt das Gebäude Opernplatz XIV. 18.000 Euro zahlt der anonyme Mieter monatlich – kalt. Wieder eine Schallmauer durchbrochen.

„Der Vertragsabschluss belegt das Comeback der zentralen Innenstadtlagen“, sagt David Schmitt, Geschäftsstellenleiter Frankfurt des Immobilienmaklers Engel & Völkers (E&V). Im einst bei Dunkelheit gespenstischen Gebiet zwischen Mainufer, Zeil und Opernplatz entstehen mit dem Maintor-Areal, der Rekonstruktion der Altstadt sowie dem Opernplatz-Ensemble rund 400 neue Wohnungen und werten die City auf. 

Die Nachfrage in ganz Frankfurt ist groß – wobei sich der Anstieg der Kaufpreise nach Einschätzung von Maklern 2015 verlangsamt hat, vor allem bei Neubauten. Nur noch langsam steigende Mieten üben Gravitationskräfte auf die Kaufpreise aus. Stadtweit legten sie nicht einmal um vier Prozent zu. Im Bahnhofsviertel oder auf dem Riedberg sind die Bestandsmieten sogar leicht gesunken. Eigentümer von Neubauten in Sachsenhausen, im Gutleutviertel oder im nördlichen Westend konnten ebenfalls zuletzt nicht die Kaltmieten von 2014 durchsetzen.

Am positiven Trend ändert das nichts: Jeden Tag wächst Frankfurt um 40 Menschen, bis ...

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Immobilien- und Mietpreise in Frankfurt am Main

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Der Immobilienmarkt in Frankfurt am Main

Frankfurt sieht sich gern als Stadt der Superlative: die höchsten Bürotürme, die größten Banken, die meisten Pendler. Auch der Immobilienmarkt produziert Rekorde; etwa als im vorigen Herbst ein 400 Quadratmeter großes Penthouse vis-à-vis der Alten Oper vermietet wurde. Es krönt das Gebäude Opernplatz XIV. 18.000 Euro zahlt der anonyme Mieter monatlich – kalt. Wieder eine Schallmauer durchbrochen.

„Der Vertragsabschluss belegt das Comeback der zentralen Innenstadtlagen“, sagt David Schmitt, Geschäftsstellenleiter Frankfurt des Immobilienmaklers Engel & Völkers (E&V). Im einst bei Dunkelheit gespenstischen Gebiet zwischen Mainufer, Zeil und Opernplatz entstehen mit dem Maintor-Areal, der Rekonstruktion der Altstadt sowie dem Opernplatz-Ensemble rund 400 neue Wohnungen und werten die City auf. 

Die Nachfrage in ganz Frankfurt ist groß – wobei sich der Anstieg der Kaufpreise nach Einschätzung von Maklern 2015 verlangsamt hat, vor allem bei Neubauten. Nur noch langsam steigende Mieten üben Gravitationskräfte auf die Kaufpreise aus. Stadtweit legten sie nicht einmal um vier Prozent zu. Im Bahnhofsviertel oder auf dem Riedberg sind die Bestandsmieten sogar leicht gesunken. Eigentümer von Neubauten in Sachsenhausen, im Gutleutviertel oder im nördlichen Westend konnten ebenfalls zuletzt nicht die Kaltmieten von 2014 durchsetzen.

Am positiven Trend ändert das nichts: Jeden Tag wächst Frankfurt um 40 Menschen, bis 2030 wird die Einwohnerzahl womöglich auf 820.000 klettern. „Das Problem: Es mangelt an Objekten“, sagt Schmitt. 3000 Wohnungen entstehen derzeit pro Jahr. „Berücksichtigt man den zusätzlichen Einwohnerzuwachs durch Flüchtlinge, müssten kurzfristig 10.000 pro Jahr gebaut werden“, sagt Sebastian Grimm, Analyst bei Jones Lang LaSalle.

Doch wo soll noch gebaut werden? Laut Stadtverwaltung gibt es nur Grundstücke für rund 30.000 zusätzliche Wohnungen. Großprojekte wie der Riedberg oder das Europaviertel sind fast abgeschlossen. Die 12.000 zusätzlichen Einheiten der beiden Gebiete decken vor allem das Preissegment von 3000 bis 5000 Euro je Quadratmeter ab. Während Einheimische eher zögerlich zugriffen, waren auswärtige Käufer weniger skeptisch, beobachtet Daniel Ritter, Geschäftsführer des Maklerhauses von Poll Immobilien: „Alteingesessene Frankfurter bevorzugen eher gewachsene Viertel.“

Dazu zählen nicht zuletzt die Hochhäuser, die an mehreren Stellen in den Frankfurter Himmel wachsen. „Derzeit sind zehn Türme mit rund 1700 Wohneinheiten in Planung“, berichtet E&V-Mann Schmitt. Der neu erbaute Henninger Turm mit 209 bald bezugsfertigen Eigentumswohnungen hat seine Eisbrecherfunktion nach anfänglicher Käuferskepsis offenbar erfüllt.

Wer jetzt noch kaufen will, darf nicht allzu wählerisch sein. Nachschub kommt nur vereinzelt auf den Markt: etwa in den Stadtteilen Gallus (Avaya-Areal) und Frankfurter Berg (Hilgenfeld) oder in Sindlingen (Ferdinand-Hofmann-Siedlung) – insgesamt knapp 4000 Wohnungen.

Wenn Neubauten zu teuer sind, greifen Interessenten verstärkt bei Nachkriegsimmobilien zu. Am stärksten kletterten 2015 laut Jones Lang LaSalle die Kaufpreise von Objekten, die zwischen 1945 und 1960 – oft in B- oder C-Lagen – entstanden: um 19 Prozent. Für Anleger sind sie trotzdem oft lukrativer als Apartments in Nobelvierteln und bieten teils Mietrenditen von fünf Prozent.

capital.de, 21.04.2016
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